Es kann dauern und kostet, bis man Ansprechpartner in großen Unternehmen an die Strippe bekommt. Zwei Dienste helfen sehr effektiv:

Gethuman.com hat eine riesige Datenbank mit Tipps, schnell zu menschlichen Ansprechpartnern bei Firmen mit US Sitz zu kommen (diese Nummer wählen – 3 – 5 – 2 drücken…)

Das 0180er Telefonbuch ist mittlerweile eine Institution: Hier sind für die meisten kostenpflichtigen 0180er Nummern Ortstarifnummer verzeichnet.


Kein ganz neuer Dienst: Ifttt.com ist wohl nur wegen des sperringen Namens so wenig verbreitet. Ausgesprochen heißt er “if this than that” und sorgt dafür, dass Daten aus einem Dienst in einen anderen kommen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Zum Beispiel: Wenn jemand ein Foto von mir in Facebook speichert, automatisch in Dropbox hochladen. Wenn in einem Feed steht, dass ein neues iPad erschienen ist, per Mail an mich. Und sobald ich in Youtube etwas als Favorit markiere, das Video automatisch in die Dropbox laden. Solche Sachen.

Macht Euch selbst ein Bild: http://ifttt.com/recipes


Achtung: Gerade gibt es bei HelloFax 50 Faxe / Monat senden und unlimitierte Unterschriftsanfragen umsonst (kostet normal ab 10$ / Monat). Nur die eigene Faxnummer ist nicht dabei. Hier geht´s zum Angebot.

Durch einen Zufall bin ich auf HelloFax gestossen – und schwer beeindruckt.

  • Der Dienst implementiert Faxversand so intuitiv, das man eigentlich kein Faxgerät mehr braucht.
  • Dokumente aller denkbaren Formate kann man vor Versand unterschreiben – entweder direkt am Bildschirm, via hochgeladener Unterschriftsdatei oder per Foto vom Handy, das man an eine spezifische Mailadresse schickt.
  • Noch besser: Man kann Verträge zur Unterschrift an Leute schicken, die online auf dieselbe Art unterschreiben können. Der ganze Prozess wird dabei elektronisch gesteuert – man bekommt einfach irgendwann den fertigen Vertrag ins Postfach.
  • Man kann Vorlagen für häufige Vertragsanfragen anlegen (Non Disclosure oder andere Standardverträge). Variable Felder kann man in einem Rutsch ausfüllen und mit vorformuliertem Begleitschreiben an die jeweiligen Kunden / Mitarbeiter / Lieferanten schicken.
  • Außerdem kann man Kollegen in einem Team zusammenschließen und nach bestimmten Filtern die Faxe verteilen oder Vorlagen für alle verfügbar halten. Auch zur Zeit kostenlos.

Laut HelloFax ist die Unterschrift von HelloFax in Europa wie in den USA rechtlich bindend . Bei einer Internetrecherche habe ich das so nicht verifizieren können – eine schriftliche Anfrage bei HelloFax läuft. Ich poste ein Update, sobald ich etwas höre.


Der Basisdienst ist kostenlos und schlicht: Über einige Icons kann man direkt die Seiten bei Google, Dropbox, Facebook und Co. aufrufen, in denen Anwendungen aufgeführt sind, die Zugriff auf die Daten erbeten und erhalten haben. Sehr praktisch.


Dropbox wie Google Drive sind ziemlich perfekt, um Dateien in Sync zu halten. Nervig sind aber zwei Sachen: 1. dass der Ordnername fixiert ist und 2. dass nur ein einziger Ordner in Sync gehalten werden kann.

Das lässt sich lösen mit sogenannten SymLinks, die einen internen Verweis auf andere Ordner im Dropbox Ordner speichern. Wenn Dropbox jetzt synchronisiert, dann werden auch alle Dateien in diesen verknüpften Ordnern in Sync gehalten. Diese Links sind etwas anderes als die internen Verknüpfungen. Kleine Programme, mit denen man das Problem sehr einfach lösen kann, findet ihr hier.


Update Praxistest: Nach einem recht herausfordernden Test mit einigen tausend Dateien und 2,5 GB ist das Urteil ernüchternd. Zwar alles sauber synchronisiert – inklusive einer verschobenen Ordnerstruktur mit rund tausend Dateien – aber ohne Kommentar der Software ist zweimal ein Ordner im Papierkorb verschwunden. Das ist ein Nogo, daher die Empfehlung: Warten, bis die Bugs verschwinden. Und erstmal manuell per Client in Dropbox und Google Drive synchronisieren.

Die Cloud hat es leicht gemacht, seine Daten zu sichern. Nur: Wer mehr als einen Cloud-Dienst hat, verliert oft den Überblick. CloudHQ schafft hier Abhilfe – und synchronisiert automatisch ausgewählte Ordner zwischen den großen Clouddiensten:

  • Wenn eine Datei in Google Docs geändert wird, liegt die neue Version auch in Dropbox.
  • Dateien in Sugarsync können direkt in Google Docs bearbeitet werden und sind dann aktualisiert in Sugarsync (und im synchronisierten Ordner auf dem eigenen Rechner) verfügbar.
  • Ein Team bearbeitet ein Dokument gemeinsam in Google Docs – während der Arbeit ist die jeweils aktuellste Version auf dem iPad direkt über die Dropbox-App abrufbar.
  • Ein Team arbeitet mit Basecamp an Projekten und die dort abgelegten Dateien werden via Sugarsync mit den lokalen Daten auf dem Server synchron gehalten.

Eine Killerapp, wenn es solide funktioniert. Bei mir steht der Praxistest noch aus.

Unterstützt werden zur Zeit:

  • Google Docs
  • Sugarsync
  • Dropbox
  • Evernote
  • Basecamp

..das sollte für die meisten Teams ausreichen.

Wer selbst starten will: CloudHQ findet ihr hier.


// Update: Rmilk ist schon wieder zurück – die Zweifel gegenüber der Cloud bleiben.

Mal wieder wird sie spürbar, die Tücke der Cloud. Wer seine Daten im Netz ablegt, der hat sie halt nicht mehr lokal. Jetzt Rememeberthemilk: Nicht mehr erreichbar. Keine Information seit wann oder bis wann. Man kann die Cloud als Businesslösung hochjubeln, aber solange keine 100% Uptime garantiert ist, bleibt es ein Geschäftsrisiko sich auf Datenspeicher bei Dritten im Netz zu verlassen.

Ein Einzelfall? Nope. Box.net, der große Herausforderer des Marktführer Dropbox um die Wahl zum Business-Datenspeicher, war vor etwas mehr als einer Woche dran. (s. GigaOm). Und bei Drobox selbst sah es vor nicht ganz einem Jahr noch übler aus: Eine Reihe Accounts gaben für 4 Stunden ohne Passwort alle gespeicherten Dateien frei (techcrunch).

Kurz: Die Cloud scheint weniger verlässlich, als es der Hype vermuten lässt.


Chrome hat ein feines Plugin, mit dem sich beim Surfen Sprachen erneuern lassen: Language Immersion. Über die Google Übersetzungsmaschine (die für Volltexte nur lala funktioniert) werden 2-4 Wörter im laufenden Text übersetzt, so dass man drüberliest und währenddessen die Bedeutung des fremdsprachlichen Begriffs versteht.

Sehr smart, funktioniert im Praxistest gut. Ein Klick auf die leicht hervorgehobenen übersetzten Wörter liefert das Original.


Update: Scheinbar der richtige Moment für das Thema:
1. Gestern hat Microsoft Updates für sein Skydrive vorgestellt (wird damit zur realen Alternative für Dropbox mit immerhin 7GB Speicher onboard und Apps für mobile Geräte).
2. Und – big news – heute hat Google das seit Jahren gerüchteumwehte Google Drive vorgestellt:  5GB included, aber sehr günstige Upgradepreise (2,50$ für 25GB und nach vielen Schritten grade 50$ für ein Terrabyte). Hintergrund: Arstechnica und Google selbst. Achtung: Cbrueggenolte hat herausgefunden, dass Google sich in den Datenschutzbestimmungen das Recht sichert, die hochgeladenen Daten zu veröffentlichen und weiterzuverwerten – das erinnert an die frühen Facebook-Fauxpas und wird hoffentlich noch angepasst.

Einen aktuellen Preisvergleich findet man hier

Rechnet man Amazon mit dem älteren und corporate-orientierten S3 noch dazu sind damit alle großen Player im Rennen – und das Internet ist endlich da, wo man es vor drei Jahren hingedacht hat.

Bei Datensicherheit kann man zwei Typen Menschen unterscheiden: Die Achwirdschonnicht und die Manndaswarwas. Ich vermute, dass 80% der Leute, die ich kenne ihre Daten nicht gesichert haben. Und zähle mich trotz etlicher Nächte, die ich mit der Restauration plötzlich defekter Festlatten zugebracht habe, auch noch oft dazu. Auf unterschiedlichen Anlässen habe ich mich jetzt wieder mit dem Thema befasst – und stelle hier die Antworten auf die Frage zusammen: Wann sind Backups sicher? Und: Welche Cloud-Backup-Dienste sind empfehlenswert?

  • Eine Sicherung ist keine Sicherung. Festplatten gehen kaputt. Nicht immer in den ersten 2 Jahren, aber mit relativ sicher irgendwann. Wer dann keine 1:1 Kopie der Daten hat, die garantiert funktioniert, wird es richtig teuer und richtig ärgerlich.
  • Man sollte das Backup gegenchecken (großes Problem der Bandlaufwerke) – die meisten IT Dienstleister können Stories aus erster Hand erzählen, wie wieder ein Kunde ein Backup herstellen wollte und klar wurde, dass die Sicherung über Jahre korrupt war.
  • Man sollte das Backup nicht den selben Risiken aussetzen wie das Original. Damit sind eigentlich alle Lösungen mit externen Festplatten dahin. Ein Einbruch / Wasserschaden / Virus und Backup wie Original sind flöten.

Die solideste Variante im eigenen Haus wäre ein RAID-System (Daten werden automatisch so auf verschiedenen Platten abgelegt, dass immer mehrere Kopien wiederherstellbar sind). Die Konfiguration dieser Dinger ist aber recht kompliziert.

Eine Alternative wäre Drobo: ein relativ einfaches zu bedienendes Rahmensystem, in das normale Festplatten eingebaut werden. Daten werden automatisch auf den verschiedenen Platten verwaltet, Festplatten werden einfach dazugesteckt, wenn wieder Platz gebraucht wird. Der Preis ist mit rund 400€ (ohne Festplatten) aber nicht ohne. Klassische RAID-Systeme können günstiger sein – aber wirklich sicher ist das nicht (Stichwort: Wasserschaden).

Vor diesem Hintergrund scheint Online Backup eine ziemlich smarte Alternative zu sein. Backup in die Cloud klingt so interessant wie heikel: Die genannten Probleme werden dadurch gelöst. Aber wer will seine Daten schon auf Rechner irgendwelcher Großunternehmen ablegen? Wie gesagt ich habe recherchiert und auch geschaut wie sicher die Daten vor den Augen der Backupfirma sind.

Bei den aktuell interessanten Produkten lassen sich drei Zwecke unterscheiden:

1. Synchronisation eines fixen Ordners und Austausch von Projektdaten – Empfehlung: Dropbox

Hier heißt der Platzhirsch Dropbox. Auch wenn es beim Thema Datenschutz immer wieder Bedenken und kleine Lecks gab, hat sich der Dienst mit der Verbreitung auch professionalisiert und bleibt erste Wahl, um v.a. innerhalb von Teamprojekten Daten verfügbar zu machen. Alle Daten werden auf einen speziellen Ordner auf der eigenen Platte synchronisiert – das funktioniert recht gut. 2GB sind frei, dann folgen kostenpflichtige Pläne. Die Einbindung in mobile Plattformen ist ziemlich optimal. Insofern ist Dropbox auch erste Wahl, um einzelne Dateien auf iPhone, iPad, Windows7 oder Android-Smartphones verfügbar zu halten.

Mit verschiedenen Tricks lässt sichder Gratisspeicher erhöhen: 5GB über Bilduploads, bis 16 GB über eine Adwords-Kampagne, rund 1GB über die Dropbox-Features umwandeln 1 und 2.

Alternativen: box.net (hier gibt es immer mal wieder 50GB gratis) oder Pogoplug um das ganze zuhause einzurichten (verbindet eine externe Festplatte mit dem Internet, so dass man von außen mit vielen Geräten auf die Daten zugreifen kann)

2. Synchronisation aller Dateien auf vielen Endgeräten – Empfehlung: Sugarsync

Der beste war und ist: SugarSync. Keiner läuft so stabil, unmerklich, verlässlich und transparent. Alle Ordner werden ins Web synchronisiert und nach Wahl auch dorthin (Handys, PCs, Macs) wo man das gern hätte. Auf jedem Rechner ist jeder Ordner in sync – das spart viel Nerverei, grade wenn man mit mehr als einem PC arbeitet. Fotos können sehr entspannt vom iPhone hochgeladen werden und Dateien für offlinenutzung auf dem Smartphone gespeichert werden. Integration mit iPhone und Android-Apps, die die Daten weiterverarbeiten (und – Achtung Sync! – genau da wieder auf dem heimischen PC speichern, wo sie herkommen) funktionieren 1a. Datenschutztechnisch ist SugarSync einer der sichersten. 5GB sind frei.

3. Backup aller Daten eines Rechners sicher in der Cloud – Empfehlung: Crashplan

Erst vor kurzem habe ich entdeckt, dass es diese Produktsparte überhaupt gibt. Zentrales Kriterium: Die Dienste bieten “unlimited online backup”. Ja, unlimited. 2 Terrabyte sichern?  Dropbox verrechnet für 100GB 200$ und für 1TB stolze 795$ pro Jahr. Sugarsync ist da etwas biliger – 100GB für 150$, 250GB für 250$ und 500GB für 400$ – aber wenn man sich Crashplan anschaut: 50$ / Jahr für soviel Speicher, wie man braucht. Das ist weniger als 1/10 der Konkurrenzdienste – und während die bei 1TB voll sind, kann man bei Crashplan weitersichern. Wo ist der Haken? Es geht um reines Backup. Zugriff von mobilen Geräten ist möglich aber nicht sehr ausgebaut, Crashplan ist nichts für Sync noch für Zusammenarbeit im Team. Reines Backup – aber das vom Feinsten.

Ich habe lange mit einem Techniker von Crashplan telefoniert: Die Sicherheitsaspekte scheinen wasserdicht. Die Verschlüsselung erfolgt noch auf dem eigenen Rechner mit einem military-grade 448Bit Schlüssel. Die verschlüsselten Daten werden dann über eine 128Bit verschlüsselte Leitung geschickt und vor Ort in Hochsicherheits-Datencentern eingelagert. Bei normaler Konfiguration haben die Mitarbeiter von Crashplan Zugriff auf den MasterKey – aber das kann man unterbinden, so dass tatsächlich nur die verschlüsselten Daten dort liegen und der Schlüssel nur bei einem selbst.

Besondere Features:

- Backup bei Freunden und Familie: Crashplan bietet nicht nur Backups online an (wie alle bisher genannten Konkurrenten), sondern auf allen möglichen Ziellaufwerken. Der Clou: Jeder, der sich ins Netz einwählen kann, kann potenziell Speicherplatz für das eigene Backup bereitstellen – die Daten, klarerweise, sind 448Bit verschlüsselt und damit unknackbar. Über die Software lassen sich diese Berechtigungen ziemlich einfach geben – und so kann man das eigene Backup aufteilen auf den Onlineservice, die beste Freundin und eine externe Festplatte. Übrigens kostet Crashplan nur Geld, wenn man den Onlineservice in Anspruch nehmen möchte.

- Seeding: Für rund 150$ kann man eine Festplatte bis 1TB einschicken (die Daten darauf sind schon 448Bit verschlüsselt), die dann direkt vor Ort eingespielt wird. Dieses Seeding spart einem die Warterei, bis das erste Backup umgesetzt ist. Das Seeding funktioniert dabei sowohl bei  privaten Computern an anderen Orten (Freunde, Familie,…) wie beim Online Backup von Crashplan.

Alternative: Backblaze

Appendix

Das Rad dreht sich weiter – ganz aktuell sitzt Google wohl in den Startlöchern, um sein “Google Drive” zu launchen (zu Gerüchten und ersten Belegen).

Eine Übersicht der ganzen Backupdienste findet sich hier.


Boomerang hat für Google Mail Nutzer ein cooles Spiel gebaut, um schnell zu einer Zero Inbox zu kommen. Bei dem Emailgame geht es darum, in knappen Zeiträumen über die aufgelaufenen Emails zu entscheiden. Funktioniert großartig.

Zum Spiel: http://emailgame.baydin.com/play