
Die Macher kommen aus der OpenSource Szene und haben beide einige hochinnovative Projekte gemacht: Emily Boyd bietet mit MatMice über 1,4 Mio. Jugendlichen die Möglichkeit, eigene Webseiten ins Netz zu stellen und der Programmierer Omar Kilani hat mit tinysofa eine anerkannte Linuxdistribution aufgebaut.
Wirklich bekannt geworden sind Emily Boyd und Omar Kilani aber mit dem Produkt, um das es hier gehen soll: remember the milk, einer Aufgabenverwaltung, die ganz unscheinbar und aufgeräumt daherkommt und im intuitiven Interface eine ganze Menge sehr professioneller Funktionen versteckt. Ein erster Eindruck davon:
- Listen: Fassen Aufgabentypen zusammen (etwa Wiedervorlage/bei Ressourcen)
- Tags: verschlagworten die Aufgaben und werden je nach zugeordneten Aufgaben größer oder kleiner in einer Tagwolke angezeigt
- Orte: werden automatisch auf einer GoogleMaps Karte angezeigt, so dass man sich Routen suchen kann
- Prioritäten: führen dazu, dass Aufgaben automatisch eingefärbt werden, auch auf der Landkarte
- SmartLists: Fassen Aufgaben nach völlig frei wählbaren Kriterien zusammen in einer virtuellen Aufgabenliste (zum Beispiel alle Aufgaben mit Priorität>2 und geschätzter Bearbeitungszeit<20 Minuten)
- Maileingang: Man kann sich Aufgaben einfach zumailen, die werden dann automatisch eingetragen
- Geschätzte Bearbeitungszeit: Für jede Aufgabe kann eine Zeitschätzung eingegeben werden. Für alle Listen und SmartLists wird die geschätzte Zeit für alle Aufgaben aufsummiert.
- Shortcuts: Alle Funktionen sind über Tastenkombinationen aufrufbar. Damit wird das Tool äußerst schnell.
Außerdem bietet rememberthemilk eine herausragende Integration in alles mögliche
- Erinnerungsdienste: Erinnerungen weltweit per SMS, E-Mail sowieso, Abstände und Intervalle sind frei wählbar, die maximale Zahl der täglich versandten SMS auch.
- Module für GoogleCalendar, Netvibes oder iGoogle
- Offline-Modus: komplette Todo Verwaltung ohne Internetverbindung via Google Gears
- mobiler Zugang via WAP-Portal mit allen Bearbeitungsmöglichkeiten
Diese ganzen Funktionen sind in einem völlig sauberen Ajax-Interface untergebracht und fallen erst auf, wenn man sie braucht. Ein Tipp: Damit man die professionellen Ideen wirklich nutzen kann (es gibt zum Beispiel sehr findige SmartLists), sollte man einen Blick in das Forum werfen.
Der Dienst ist im Übrigen komplett kostenlos. Und soll es nach den Betreibern auch bleiben.
// eine sehr gute Bestenliste mit anderen Todo-Listen-Anbietern findet sich hier.
Oktober 28th, 2008 at 11:09
Leider muss ich berichtigen:
RememberTheMilk sendet als Benachrichtigung KEINE SMS. Ich habe es probiert. Was da als SMS deklariert ist, sind nur Emailbenachrichtigungen an die EMail-Adresse des Kundenaccounts bei seinem Handy-Netzwerk.
Nicht jeder weiß, dass er mit seiner Handynummer meist auch eine EMailadresse beim Provider bekommt. So lautet z.B. die EMailadresse eines O2-Kunden mit der Nummer 0176-12345678 eben 017612345678@o2online.de.
OB dann auch eine SMS auf sein Handy gesendet wird, falls eine EMail an dieser Adresse eingeht, liegt in diesem Falle an O2 bzw. an seinem Tarif.
Soweit ich weiß, bieten kostenlos nur noch Vodafone (10 SMS pro Tag) und EPlus dies an. Die anderen nur gegen Vergoldung.
Schade. Muss ich weiter nach einem (kostenlosen) Benachrichtigungsdienst suchen, der SELBER SMS-Benachrichtigungen verschickt.
Februar 3rd, 2009 at 08:35
Hallo Du/Ihr,
Also in Bezug auf Remember the Milk habe ich eigentlich auch nur positives zu berichten, das Tool gefällt mir und es bietet ziemlich viele Funktionen, allerdings fand ich es persönlich irgendwann dann doch zu “mächtig”, weshalb ich dann eine Zeit Lang http://www.todoist.com eingesetzt habe.
Momentan teste ich ein Tool aus deutscher Produktion und zwar http://www.jetzt-erledigen.de, es ist völlig simpel aufgebaut und bietet die Übersicht die ich brauche, mal schauen obs was wird oder ob ich wieder zu Todoist.com wechsel.
Lieben Gruß
Miriam