Schlicht, schön, praktisch: Die Eieruhr e.ggtimer.com nimmt eine Zeitdauer entgegen und zeigt bildschirmfüllend eine Eieruhr an. Mehr nicht. Aber das hätte ich schon etliche Male brauchen können – funktioniert tadellos auch wenn es im Hintergrund läuft, da automatisch eine Dialogbox geöffnet und ein Sound gespielt wird, wenn die Zeit abgelaufen ist.
Followupthen.com ist ein Dienst, der nichts weiter macht, als das: Wenn ihr eine Mail an 3days@followupthen.com schickt, dann schickt Euch der Dienst 3 Tage später dieselbe Mail zurück. Und das ist so ungemein praktisch, dass ich ihn alle paar Stunden benutze. Denn:
1. schaue ich jeden Tag in die Mails (im Gegensatz zu der sonst sehr empfehlenswerten rememberthemilk.com-Oberfläche)
2. wird die Erinnerung, wenn ich als BCC an followupthen.com geschrieben habe, direkt im passenden Kontext angezeigt
3. habe ich die wichtigen Infos aus der Mail sofort parat (z.B. Adressdaten des Empfängers)
4. habe ich bei den Notizen zum Todo alle Freiheiten, die ich in einer Mail habe (Links, Bilder, Copy-Paste von Webseiten..)
5. ist es ein superschneller Weg, um schnell Todos zu erstellen.
+ Bonus: Wenn ich eine Mail cc an followup.com schicke, dann bekommt der Empfänger auch eine Kopie der Erinnerung (sollte man denke ich nur machen, wenn die Beziehung stimmt).
Probiert es mal aus. Der einzige Nachteil aus meiner Sicht ist, dass es immer Zeitabstände sein müssen (im Gegensatz zu Zeitpunkten). Aber vielleicht finde ich da auch noch was.
(via lifehacker.com)
Update: Ich habe noch eine bessere Variante gefunden, die zusätzlich (a) Wochentage, (b) Datumsangaben und (c) Zeitangaben beherrscht und zudem (d) eine Onlinekalenderansicht und (e) einen RSS-Feed hat, mit dem man bisher angelegte Reminder prüfen kann. Ach ja, (f) gibt es ein Bookmarklet, um supersimpel Webseiten, die man grade besurft, für später vorzumerken. 5 von 5 Sternen, wenn der Praxistest so gut ausfällt, wie es die Funktionen versprechen. Probiert´s aus: followup.cc
Wenn jemand Hilfe bei Computerproblemen braucht, geht oft die meiste Zeit dafür drauf, überhaupt zu verstehen, wo das Problem ist. Die Problemlösung kumuliert oft genug in einem Sprachproblem – das nicht sein müsste, wenn man danebensteht. Showmewhatswrong ist die geniale Lösung für das Problem: Der Nerd gibt Namen und E-Mail an und erhält dafür einen Link. Den Link schickt er dem, der ein Problem hat, und wenn der den Link öffnet beginnt ein kinderleichter Prozess, der automatisch einen maximal 5 Minuten langen Screencast erstellt, ihn komprimiert, hochlädt und einen Link an den Nerd zurückschickt, der sich ein Schulterblick-Bild von der Lage machen kann. Alles umsonst, natürlich.
(via Lifehacker)
Wer einen iPod Touch oder ein iPhone hat schätzt die WLAN-Fähigkeiten: beim Surfen, für aktualisierte Inhalte von Programmen, für den Austausch mit dem Laptop oder Desktop-Computer. Aber was macht man ohne WLAN-Netz? Wenn der Computer selbst am Internetkabel hängt? Oder gar kein Netz da ist? Die Lösung von CNET: Richten Sie den Laptop als Netzwerk ein. Denn was eine WLAN-Karte hat, kann funken wie ein Router. In zwei Minuten war alles gemacht, die WLAN-Verbindung lässt sich bequem am Laptop an und ausschalten und dem iPod ist es egal, ob ein Router oder der Computer selber das Netz bereitstellt.
Ich habe im vorigen Post ja schon einige clevere Tarife für günstiges Telefonieren zusammengetragen. Für die Weltenbummler lege ich noch eins drauf. Stellt Euch vor, ihr reist um die Welt und telefoniert egal wohin für 3cent Festnetz und 14cent mobil. Knüller? Dachte ich auch. Hier sind die Empfehlungen, was die Anbieter angeht.
rebtel
Kosten/Minute: Festnetz 1,3-3cent, mobil: 1-15cent
lokale Einwahlnummern: weltweit in diesen Ländern
+ einige sehr smarte Funktionen, die kein anderer so hat:
* für jede Nummer im Ausland erhält man eine lokale Einwahlnummer über die Webseite, auch kostenlos per Mail und SMS.
* alle wichtigen Einstellungen können über die Webseite, über lokale Einwahl zum Sprachcomputer und über eine mobile Wap-Seite (mobile.rebtel.com) angepasst werden.
* fährt man selbst ins Ausland, registriert man einfach die neue Handynummer und alle lokalen Weiterleitungsnummern ändern sich zu Festnetznummern im neuen Land
* CollectCall: registrierte Kontakte bekommen eine Festnetznummer in ihrem Land, mit der sie mich erreichen können (ich zahle die Verbindungskosten wie bei der Hinverbindung)
- keine
dialnow
Kosten/Minute: Festnetz 1-2cent, mobil 1-10cent
lokale Einwahlnummern: weltweit in diesen Ländern
+ sehr günstige Gebühren
- ziemlich umständliche Oberfläche
Wird nur aus Deutschland angerufen, dann bietet sich außerdem flat2flat.net an. Neben sehr guter Sprachqualität gibt es dort auch eine kostenlose deutsche Festnetznummer, auf der man dauerhaft kostenlos erreichbar bleibt.
Einige Dienste wurden nicht berücksichtigt (evtl. sinnvoll, wenn das aktuelle Land nirgends sonst unterstützt wird):
http://www.bluerate.de/ bietet eine Reihe Länder an, hat aber wenig Funktionen und ist recht teuer.
www.dcalling.de ein relativ bekannter deutscher Dienst, von Funktion und Kosten etwas schlechter als die vorgestellten.
mobivox.com ist deutlich teurer und bringt keinen erkennbaren Mehrwert.
Für sparruf.de gilt dasselbe, recht umständliche Oberfläche und deutlich teurer.
celinephone.com kann zwar preismäßig mithalten, hat aber eine ziemlich krude Oberfläche.
dialabroad.eu ist relativ teuer, Einwahlnummern nur aus einer handvoll Ländern.
www.callinghome.eu kann auch nicht mithalten, was Funktionen und Preise angeht, aber ist u.U. eine sinnvolle Alternative, wenn man kein Handy hat, von dem aus man anrufen kann (der Dienst wählt zwei Telefone an und verbindet dann beide Leitungen).
Eine gute Übersicht über alle möglichen Dienste: http://www.tarife-fuer-ferngespraeche.de/index.htm
Update: Die günstigsten Möglichkeiten international zu telefonieren, findet ihr im Folgeartikel.
Nach viel suchen scheint er da, der perfekte Handytarif: Keine Vertragslaufzeit. Anrufe ins Festnetz kostenlos. Anrufe zur Mailbox auch. Anrufe ins deutsche Handynetz 9cent, SMS 9cent, Anrufe ins Ausland ab 1,9cent. Für Leute, die mich anrufen wollen, bin ich Deutschlandweit über eine Festnetznummer erreichbar. Alles, was ich habe, kann ich zum nächsten Monat kündigen.
Die Rufnummer bliebe dann kostenlos erhalten. Die Kosten? 10€ für die Festnetzflatrate, das wars. Der Haken? Keiner. Man muss nur einige Angebote zusammenbasteln.
Ach ja: Wenn ich will, kann ich unterwegs per Telefon Nachrichten oder Radiosendungen hören. Auch umsonst.
Hier steht, wie´s geht:
1. Basistarif: Allmobil
Der zur Zeit günstigste Tarif, wenn man eine Flatrate will. Für einmalig 5€ und dann 9,99€ im Monat bekommt man: Eine saubere Verbindung ins Vodaphone-Netz. Kostenlose Verbindungen zum Festnetz und zur Mailbox. Günstige 9cent zu Handynetzen und für SMS. Keine Scherereien. Und eine Nummer nach Wahl (für 25€ kann man auch die alte mitnehmen). Nach drei Monaten bin ich zufrieden, die Verwaltung ist manchmal etwas tranig, manchmal klappt das automatische Guthabenaufladen nicht und man muss die (nette) Hotline anrufen. Aber dafür zahle ich dann auch nur halb so viel wie bei anderen Billiganbietern.
2. Festnetznummer und Telefonate ins Ausland: sparruf.de vs. flat2flat.net
Eine Festnetznummer, unter der man mich deutschlandweit erreicht, gibt es meines Wissens zur Zeit von zwei Anbietern: sparruf.de und flat2flat.net. Das Prinzip ist bei beiden ähnlich: Man bekommt eine Festnetznummer zugewiesen. Wenn jemand die anruft, klingelt mein Handy. Ich rufe auch diese Festnetznummer an (dank meiner Festnetzflatrate umsonst) und dann werden beide Leitungen verbunden. Die Sprachqualität ist bei sparruf sehr unterschiedlich, flat2flat scheint verlässlich guten Ton zu haben. Außerdem gibt es da einen Extrabonus: Wer die Festnetznummer anruft, wird nach seinem Namen gefragt und hört dann das Wartezeichen, bevor ich mich dann dazuschalte höre ich den aufgenommenen Namen und kann entscheiden, ob ich jetzt telefonieren will.
Der Clou: Wenn mein Gesprächspartner auch eine Festnetz-Flatrate hat, telefonieren wir umsonst miteinander von Handy zu Handy, indem wir beide die Festnetznummer anwählen und uns zusammenschalten lassen.
Für Auslandstelefonate ist flat2flat schon präpariert: Herausragende Sprachqualität nach Belgien und Österreich kosten mich damit 3cent die Minute (mit dem aktuellen Weihnachtsangebot 50€ Guthaben für 30Euro sind es noch 1,7cent). Wohlgemerkt: Vom Handy. Und am Zieltelefon wird meine deutsche Handynummer angezeigt. Die Guthabenaufladung erfolgt online, für wichtige Nummern lassen sich Kurzwahlen speichern. Wer eine Sparruf-Festnetznummer hat, muss ausweichen: teltarif hat eine gute Übersicht über Dienste für Auslandstelefonate. DCalling gehört dabei zu den bekannteren, habe aber noch keine Erfahrungen gemacht.
Update: Ich bin ja demnächst in Österreich und dachte, dass es nett wäre, wenn die Auslandsdienste nicht nur aus Deutschland erreichbar wären. Bingo: Rebtel rockt. Rebtel hat quasi in jedem Land der Welt eine Einwahlnummer, mit der ich nur die lokalen Festnetzgebühren zahle. Ich bekomme außerdem in jedem Land der Welt eine Festnetznummer, auf der mich Leute erreichen können. Die Kosten sind ziemlich günstig, etwa 2cent für Festnetzleitungen und 14cent für Mobilfunk.
& Nachrichten und so: Podcasts kostenlos über den PhoneCaster.de
Smarte Idee: PhoneCaster.de stellt Festnetznummern bereit, über die man aktuelle Folgen ausgewählter Podcasts hören kann. Wer eine Festnetz-Flatrate hat, zahlt für den Service nichts.
Soweit das Telefonieren 2.0. Viel Spaß damit.
Die großen Einkaufspläne mal kurz zusammengefasst: pkw.de, mobile.de, autoscout24.de. Das scheinen mir die besten Adresse für gebrauchte Autos zu sein. Ergänzungen bitte in die Kommentare. Und dann gute Fahrt.
Es war alles ganz einfach gedacht: Die Daten sollten endlich vom PC auf den Mac, damit man mal alles im Zugriff hat. Die Umsetzung erstreckt sich jetzt über mehr als drei Tage. Ein Fallbericht mit Lösungsidee.
Dateisysteme
Drei Systeme greifen ineinander. Und das grosse Problem ist: Sie verstehen sich alle nicht so richtig. Windows auf der einen Seite mit FAT32 und dem neueren NTFS, Mac mit den verschiedenen Versionen seines HFS+-Dateisystems. Windows kann HFS+ nicht lesen, Mac kann NTFS zwar lesen, aber nicht schreiben (und auch beim Lesen stolpert der Finder schnell). Es bleibt als gemeinsamer Nenner FAT32, aber das unterstützt (1) nur Festplatten bis 32GB (größere können formatiert werden, bringen aber immer wieder Datenverlust mit sich) und (2) hat der der Finder auch seine Probleme, sauber zu kopieren. Das ist das Ausgangsdilemma.
Die Lösungsansätze:
1. bessere Kopierprogramme benutzen: muCommander, ForkLift, TeraCopy
Um es vorwegzunehmen: Mac-Software, die besser kopiert als der Finder, gibt es nicht (falls doch: bitte in die Kommentare). Die Vorzeigealternativen muCommander und ForkLift scheitern in allen Lösungsversuchen. Auch komplexere Anwendungen des Terminal-Befehls cp, die deutlich stärker sind, bringen wegen Problemen mit Umlauten im Dateinamen nicht wirklich zum Ziel. Falls es jemanden interessiert: Der beste Befehl bisher, zusammengebastelt von einem Forumsexperten, lautet:
1. cd /Volumes/FATDisk
2. for d in *; do echo “START $d”; cp -R ./”$d” /Volumes/HFSDisk; echo “DONE $d”; done
Schade. Eine einfache Lösung gibt es nicht.
Für Windows dagegen gibt es die herausragende Freeware TeraCopy: schneller und vor allem sicherer und stabiler kopiert keiner. Auch wenn Fehler auftauchen, wird stumm weiterkopiert. Am Ende erhält man dann eine Liste mit den einzelnen Dateien, bei denen Fehler aufgetreten sind. In Windows habe ich längst die Bordmittel mit Teracopy ersetzt (das sich automatisch öffnet, wenn man mit Drag&Drop kopiert). Dumm nur, dass Windows überhaupt keinen Zugriff auf HFS+ hat, damit bringt diese Lösung (noch) nicht viel.
1. Der Mac lernt NTFS, Windows lernt HFS+
MacDrive soll Windows dazu bringen, HFS+ zu verstehen. Die Idee wäre also: Eine externe Platte mit HFS+ formatieren und dann am PC mit MacDrive alle Daten daraufzuspielen. Bei dem Versuch zerschießt es mir meine 500GB iBook Studio, Datenverlust verhindert, aber Formatierung durch irreperablen Fehler im Dateisystem unausweichlich (bisher hat MacDrive immer gut funktioniert, aber man weiß nie). MacDrive ist relativ teuer, die Opensource-Variante HFSexplorer habe ich aber nie probiert.
Andersrum geht es auch: NTFS for Mac von Paragon soll den Mac NTFS schreiben lassen (kostenlose Alternative MacFuse, das Projekt eines Google Programmiers plus die NTFS-Erweiterung NTFS3G). Das Ergebnis bei mir: Ebenso ernüchternd. Seltsame Fehlermeldungen des Finders beim Kopieren grosser Datenmengen.
2. PC zu Mac via Ethernet
Es ist die professionellste Variante und selbst für mich Netzwerkkenntnislosen machbar. Man steckt zwei Kabel ein (dank der cleverness neuer Macs braucht man nicht mehr das sonst obligatorische crossover Kabel, der Mac schaltet bei Bedarf einfach den Anschluss um). Dann folgt man den einschlägigen Anleitungen (etwa hier bei Apfeltalk oder hier, allerdings für ältere Versionen geschrieben, die Dialoge haben sich etwas verändert), installiert eventuell Sharity3 auf dem Mac, das die Freigabe zwischen Mac und PC weniger fehleranfällig machen soll und irgendwann finden sich dann das PC-Verzeichnis auf dem Mac, von dem man einfach rüberkopieren kann. Dass auch das bei mir nicht funktioniert hat, kann man wohl nur als Überkomplexität der beteiligten Daten interpretieren. Normalerweise, wurde mir versichert, ist das als Weg ziemlich sicher.
Auch hier kann man natürlich andersrum vorgehen: Den Mac auf dem PC verfügbar machen und dann mit PC-Mittel kopieren. Das bringt mehr, als man denkt und geht so: Die Grundeinstellungen, damit Mac und PC im selben Netzwerk sind, solltet ihr vom vorigen Abschnitt schon haben (selber Anfang der IP 192.168.0.***, am besten selber Arbeitsgruppenname, normalerweise ist das “MS WORKGROUP”). Die Mac-Freigaben werden dann über Einstellungen -> Sharing -> Filesharing eingestellt. Achtet darauf, dass unter “freigegebene Ordner” Euer öffentlicher Ordner auftaucht, für “Everyone” kurzfristig “Lesen und Schreiben” angestellt ist und falls nichts geht unter “Optionen” ein Häkchen bei “Dateien und Ordner über SMB bereitstellen” ist. Wie gesagt: Ich bin Laie, was das angeht, aber damit hat es funktioniert. Wenn alles gut geht, habt ihr in Arbeitsplatz -> Netzwerkumgebung in Windows jetzt das Verzeichnis des Mac mit Schreibrechten. Jetzt nur noch Teracopy (s. oben) installieren und fertig ist die Chose. Nach drei Tagen Vollzeitdilemmata mit den beschriebenen Lösungen scheint das der bestmögliche Weg zu sein.
Kontrolle:
Nach der Arbeit sollte man in jedem Fall kontrollieren, ob alles geklappt hat. Mac bietet da mit dem Terminalbefehl diff eine Lösung an und hat in die Developer Tools den Datei- und Verzeichnisvergleichsdienst FileMerge integriert. Aus der Shareware-Ecke gibt es SmartSynchronize, Changes und FileSynchronization, alle mit einige Wochen lauffähigen Testversionen. Kostenlos und zum reinen Vergleich unschlagbar schnell und einfach: Diffmerge.
Letztendlich funktioniert hat das Ganze erst mit AJC Sync – das ich mir mal für Windows gekauft hatte. Das ist ein Werkzeug, um Verzeichnisse zu synchronisieren (blöderweise versteht es keine Umlaute, auch ein echtes Problem, aber hier nicht so wild, denn zumindest stimmt abgesehen von den Umlauten nachher die Vergleichsliste). Nachdem der Mac nach einer Stunde Schafferei abgestürzt war, habe ich also die Mac-Festplatte übers Netzwerk in den PC eingebunden und in AJC einfach als zweites Verzeichnis definiert. Funktionierte problemlos. Scheinbar habe ich endlich meine ganzen Daten auf dem Mac
Das Problem nach so einer Odyssee durch die Dateisysteme: Man glaubt es nicht richtig, dass jetzt wirklich alles im Lot ist.
Bildbearbeitung auf dem Mac, das sollte einiges zutage fördern. Schließlich ist der Mac selbst bei Windowshedonisten bekannt dafür, mit Grafik und Layout umgehen zu können. So ist es dann auch.
Die Profiecke bestimmen zur Zeit noch Adobe Photoshop und Apple Aperture, wobei für das erste der oft gelobte Workflow und für das zweite eine scheinbar ziemlich gut konzipierte Rundum-Umgebung sprechen. Die Aperture Vollversion ist übrigens schon ab 190€ zu haben, Adobe Photoshop ist da wesentlich teurer.
Aber kommen wir mal zu den Produkten für den Standardbildbearbeiter. Eine Auswahl meiner Favoriten für den Gelegenheitsgebrauch sieht so aus:
die schönste Entdeckung fürs Webdesign: picturesque (Demoversion mit Wasserzeichen, 35$). Man lädt Fotos rein und hat sie ungeübt in zwei Minuten auf schick getrimmt: Runde Ecken, Reflexionen oder ein 3D-Effekt wirken professionell und kosten kaum Zeit. picturesque hat den Apple Design Award 2007 gewonnen und ist dementsprechend schön und intuitiv bedienbar. Auch die Serienbearbeitung von Bildern ist kein Problem.
Eine kostenlose Software, die zumindest Schattenwurf, Rahmen und Drehen ganz gut beherrscht, heißt Thumbscrew. Für etwas schrägere Effekte ist Image Tricks zu empfehlen, das es auch als kostenlose Version gibt.
Solide Bildbearbeitung: Ganz im Mac-Design und ziemlich intuitiv kommt Pixelmator (30-Tage-Demo, 59$) daher. Der Claim “image editing for the rest of us” ist Programm: Einfach, klar, bunt, schnell. Die Funktionen reichen natürlich nicht an die Profis heran, aber zumindest einfache Layerbearbeitung und Farbwertkorrekturen sind kein Problem. Unter den kostenlosen Bildbearbeitungen scheint Seashore eine ganz gute Wahl zu sein: Einfacher zum Einstieg als Gimp, aber ebenfalls relativ umfangreich in den Funktionen.
Vektorgrafik: Das OpenSource-Projekt Inkscape ist nach wie vor für Standardaufgaben eine ganz gute Option. Damit es funktioniert, muss vorher das kostenlose Framework x11 installiert werden. Wenn es aufwändiger werden soll, kann man zu Lineform (79$, Testbericht) oder für die Professionellen zu Adobe Illustrator (rund 750€) greifen. Um ein Bitmap-Bild in eine Vektorgrafik zu konvertieren, bietet sich das (noch) kostenlose Tool Vectormagic an.
Wer studiert, kann die Adobe-Programme übrigens um einiges günstiger bekommen.
Ich möchte nach einem Praxistest von Microsoft Office abraten: Es lädt langsam, es ist kompliziert zu bedienen und es bringt nur denjenigen etwas, die unbedingt kompatibel sein wollen zu Windows-Office. Ein paar wirklich gute Alternativen:
Für gutes Layout großartig ist Apple Pages (30-Tage-Demo, 80€). Innerhalb von Minuten hat man ohne großen Schnickschnack genau das Layout, das man haben will. Grafiken zieht man einfach in den Text, definiert den Hintergrund mit einem Klick als transparant und lässt den Text elegant drumherumlaufen. Die Schriften sind klug eingeteilt in typographische Kategorien und egal, was man verschiebt, eine intelligente Ausrichtungsfunktion lässt die Elemente mittig zur Seite oder bündig zueinander einrasten. Eine ganze Reihe Vorlagen rundet das Konzept ab. Und da man Pages mit der iWork-Suite kauft, bekommt man die beste Präsentationssoftware, die es derzeit gibt und eine layouttechnisch ebenfalls Maßstäbe setzende Tabellenkalkulation mit dazu.
Für längere Texte empfiehlt sich Scrivener (30-Tage-Demo, 40$): Die Software ist darauf ausgelegt, komplexe und lange Texte zu bearbeiten und hat dazu eine Reihe ziemlich guter Ideen. Zum Beispiel lässt sich zu jedem Gliederungspunkt eine kurze Zusammenfassung schreiben. Diese wird dann in einer Pinnwand-Ansicht auf visualisierten Kartenkarten angezeigt, die man im Prozess hin- und herschieben kann. Die damit verbundenen Textstellen werden natürlich ebenfalls verschoben, so dass sich auf diese Weise eine sehr intuitive Gesamtstruktur herstellen lässt. Eine ältere Version von Scrivener gibt es hier als Freeware (danke randpop).
Kostenlos gibt es OpenOffice und das – speziell auf die Programmierumgebung des Mac ausgelegte – NeoOffice.
Für konzentriertes Arbeiten: Es gibt Anwendungsfelder, da ist das üppige Layoutkonzept von Mac-Software problematisch. Schreiben zum Beispiel. Wer sich auf den Text konzentrieren will, den stören eventuell die Fenster im Hintergrund, die kleinen Optionsfelder und bunten Icons. Writeroom ist ziemlich populär geworden damit, eine 1985-Schreibumgebung auf dem Mac nachzubilden: Schwarzer Hintergrund und grüne Schrift. Nichts sonst. Professoren und New York Times-Journalisten haben Referenzen dagelassen und tatsächlich: Der Praxistest bestätigt, dass man sich besser auf den Inhalt des Textes konzentrieren kann.
Überflüssig dagegen, die 25$ für das Programm zu zahlen. Längst gibt es gute freie Alternativen: pyroom (Mac-Software), JDarkRoom (plattformunabhängige Software, Testbericht), Writer (webbasiert, Testbericht) or DarkCopy (webbasiert, Testbericht)