Apr 25

Update: Scheinbar der richtige Moment für das Thema:
1. Gestern hat Microsoft Updates für sein Skydrive vorgestellt (wird damit zur realen Alternative für Dropbox mit immerhin 7GB Speicher onboard und Apps für mobile Geräte).
2. Und – big news – heute hat Google das seit Jahren gerüchteumwehte Google Drive vorgestellt:  5GB included, aber sehr günstige Upgradepreise (2,50$ für 25GB und nach vielen Schritten grade 50$ für ein Terrabyte). Hintergrund: Arstechnica und Google selbst. Achtung: Cbrueggenolte hat herausgefunden, dass Google sich in den Datenschutzbestimmungen das Recht sichert, die hochgeladenen Daten zu veröffentlichen und weiterzuverwerten – das erinnert an die frühen Facebook-Fauxpas und wird hoffentlich noch angepasst.

Einen aktuellen Preisvergleich findet man hier

Rechnet man Amazon mit dem älteren und corporate-orientierten S3 noch dazu sind damit alle großen Player im Rennen – und das Internet ist endlich da, wo man es vor drei Jahren hingedacht hat.

Bei Datensicherheit kann man zwei Typen Menschen unterscheiden: Die Achwirdschonnicht und die Manndaswarwas. Ich vermute, dass 80% der Leute, die ich kenne ihre Daten nicht gesichert haben. Und zähle mich trotz etlicher Nächte, die ich mit der Restauration plötzlich defekter Festlatten zugebracht habe, auch noch oft dazu. Auf unterschiedlichen Anlässen habe ich mich jetzt wieder mit dem Thema befasst – und stelle hier die Antworten auf die Frage zusammen: Wann sind Backups sicher? Und: Welche Cloud-Backup-Dienste sind empfehlenswert?

  • Eine Sicherung ist keine Sicherung. Festplatten gehen kaputt. Nicht immer in den ersten 2 Jahren, aber mit relativ sicher irgendwann. Wer dann keine 1:1 Kopie der Daten hat, die garantiert funktioniert, wird es richtig teuer und richtig ärgerlich.
  • Man sollte das Backup gegenchecken (großes Problem der Bandlaufwerke) – die meisten IT Dienstleister können Stories aus erster Hand erzählen, wie wieder ein Kunde ein Backup herstellen wollte und klar wurde, dass die Sicherung über Jahre korrupt war.
  • Man sollte das Backup nicht den selben Risiken aussetzen wie das Original. Damit sind eigentlich alle Lösungen mit externen Festplatten dahin. Ein Einbruch / Wasserschaden / Virus und Backup wie Original sind flöten.

Die solideste Variante im eigenen Haus wäre ein RAID-System (Daten werden automatisch so auf verschiedenen Platten abgelegt, dass immer mehrere Kopien wiederherstellbar sind). Die Konfiguration dieser Dinger ist aber recht kompliziert.

Eine Alternative wäre Drobo: ein relativ einfaches zu bedienendes Rahmensystem, in das normale Festplatten eingebaut werden. Daten werden automatisch auf den verschiedenen Platten verwaltet, Festplatten werden einfach dazugesteckt, wenn wieder Platz gebraucht wird. Der Preis ist mit rund 400€ (ohne Festplatten) aber nicht ohne. Klassische RAID-Systeme können günstiger sein – aber wirklich sicher ist das nicht (Stichwort: Wasserschaden).

Vor diesem Hintergrund scheint Online Backup eine ziemlich smarte Alternative zu sein. Backup in die Cloud klingt so interessant wie heikel: Die genannten Probleme werden dadurch gelöst. Aber wer will seine Daten schon auf Rechner irgendwelcher Großunternehmen ablegen? Wie gesagt ich habe recherchiert und auch geschaut wie sicher die Daten vor den Augen der Backupfirma sind.

Bei den aktuell interessanten Produkten lassen sich drei Zwecke unterscheiden:

1. Synchronisation eines fixen Ordners und Austausch von Projektdaten – Empfehlung: Dropbox

Hier heißt der Platzhirsch Dropbox. Auch wenn es beim Thema Datenschutz immer wieder Bedenken und kleine Lecks gab, hat sich der Dienst mit der Verbreitung auch professionalisiert und bleibt erste Wahl, um v.a. innerhalb von Teamprojekten Daten verfügbar zu machen. Alle Daten werden auf einen speziellen Ordner auf der eigenen Platte synchronisiert – das funktioniert recht gut. 2GB sind frei, dann folgen kostenpflichtige Pläne. Die Einbindung in mobile Plattformen ist ziemlich optimal. Insofern ist Dropbox auch erste Wahl, um einzelne Dateien auf iPhone, iPad, Windows7 oder Android-Smartphones verfügbar zu halten.

Mit verschiedenen Tricks lässt sichder Gratisspeicher erhöhen: 5GB über Bilduploads, bis 16 GB über eine Adwords-Kampagne, rund 1GB über die Dropbox-Features umwandeln 1 und 2.

Alternativen: box.net (hier gibt es immer mal wieder 50GB gratis) oder Pogoplug um das ganze zuhause einzurichten (verbindet eine externe Festplatte mit dem Internet, so dass man von außen mit vielen Geräten auf die Daten zugreifen kann)

2. Synchronisation aller Dateien auf vielen Endgeräten – Empfehlung: Sugarsync

Der beste war und ist: SugarSync. Keiner läuft so stabil, unmerklich, verlässlich und transparent. Alle Ordner werden ins Web synchronisiert und nach Wahl auch dorthin (Handys, PCs, Macs) wo man das gern hätte. Auf jedem Rechner ist jeder Ordner in sync – das spart viel Nerverei, grade wenn man mit mehr als einem PC arbeitet. Fotos können sehr entspannt vom iPhone hochgeladen werden und Dateien für offlinenutzung auf dem Smartphone gespeichert werden. Integration mit iPhone und Android-Apps, die die Daten weiterverarbeiten (und – Achtung Sync! – genau da wieder auf dem heimischen PC speichern, wo sie herkommen) funktionieren 1a. Datenschutztechnisch ist SugarSync einer der sichersten. 5GB sind frei.

3. Backup aller Daten eines Rechners sicher in der Cloud – Empfehlung: Crashplan

Erst vor kurzem habe ich entdeckt, dass es diese Produktsparte überhaupt gibt. Zentrales Kriterium: Die Dienste bieten “unlimited online backup”. Ja, unlimited. 2 Terrabyte sichern?  Dropbox verrechnet für 100GB 200$ und für 1TB stolze 795$ pro Jahr. Sugarsync ist da etwas biliger – 100GB für 150$, 250GB für 250$ und 500GB für 400$ – aber wenn man sich Crashplan anschaut: 50$ / Jahr für soviel Speicher, wie man braucht. Das ist weniger als 1/10 der Konkurrenzdienste – und während die bei 1TB voll sind, kann man bei Crashplan weitersichern. Wo ist der Haken? Es geht um reines Backup. Zugriff von mobilen Geräten ist möglich aber nicht sehr ausgebaut, Crashplan ist nichts für Sync noch für Zusammenarbeit im Team. Reines Backup – aber das vom Feinsten.

Ich habe lange mit einem Techniker von Crashplan telefoniert: Die Sicherheitsaspekte scheinen wasserdicht. Die Verschlüsselung erfolgt noch auf dem eigenen Rechner mit einem military-grade 448Bit Schlüssel. Die verschlüsselten Daten werden dann über eine 128Bit verschlüsselte Leitung geschickt und vor Ort in Hochsicherheits-Datencentern eingelagert. Bei normaler Konfiguration haben die Mitarbeiter von Crashplan Zugriff auf den MasterKey – aber das kann man unterbinden, so dass tatsächlich nur die verschlüsselten Daten dort liegen und der Schlüssel nur bei einem selbst.

Besondere Features:

- Backup bei Freunden und Familie: Crashplan bietet nicht nur Backups online an (wie alle bisher genannten Konkurrenten), sondern auf allen möglichen Ziellaufwerken. Der Clou: Jeder, der sich ins Netz einwählen kann, kann potenziell Speicherplatz für das eigene Backup bereitstellen – die Daten, klarerweise, sind 448Bit verschlüsselt und damit unknackbar. Über die Software lassen sich diese Berechtigungen ziemlich einfach geben – und so kann man das eigene Backup aufteilen auf den Onlineservice, die beste Freundin und eine externe Festplatte. Übrigens kostet Crashplan nur Geld, wenn man den Onlineservice in Anspruch nehmen möchte.

- Seeding: Für rund 150$ kann man eine Festplatte bis 1TB einschicken (die Daten darauf sind schon 448Bit verschlüsselt), die dann direkt vor Ort eingespielt wird. Dieses Seeding spart einem die Warterei, bis das erste Backup umgesetzt ist. Das Seeding funktioniert dabei sowohl bei  privaten Computern an anderen Orten (Freunde, Familie,…) wie beim Online Backup von Crashplan.

Alternative: Backblaze

Appendix

Das Rad dreht sich weiter – ganz aktuell sitzt Google wohl in den Startlöchern, um sein “Google Drive” zu launchen (zu Gerüchten und ersten Belegen).

Eine Übersicht der ganzen Backupdienste findet sich hier.


Jun 09

Outlook schlägt Mailadressen vor, wenn man eine Mail schreibt. Im Vorschlag enthalten ist eine Mischung aus Leuten, die in AN, CC und BCC-Felder versendeter Mails auftauchen und den Kontakten aus dem Adressbuch. Die meisten würden die Vorschläge, die Outlook automatisch generiert, gern abändern – ich auch. Ich habe ein bißchen recherchiert – hier sind gute Lösungen für das Problem:

1. Einzelne Vorschläge löschen?
Immer wenn ihr Eurem Geschäftspartner schreibt, wird irgendjemand vorgeschlagen, der zufällig denselben Vornamen habt? Kennt fast jeder und sehr einfach zu lösen: Wenn das Dropdown-Menü erscheint, aus dem ihr die Adresse wählen könnt, markiert einfach die zu löschende Adresse und drückt DEL. Sie wird nie wieder auftauchen.

2. Outlook Vorschlagsliste editieren?
Etwas komplizierter: Eine ganze Company hat neue Mailadressen – zB weil sich die Domain der Firma ändert. Gut wäre: Sofort alle entsprechenden Mailadressen ändern, so dass in Zukunft egal wem man schreibt die neue Mailadresse vorgeschlagen wird. Nk2Edit ist das Programm Eurer Wahl (http://www.nirsoft.net/utils/outlook_nk2_edit.html). Das Programm macht die Datei, in dem die Vorschlagsliste gespeichert wird, editierbar. Nicht nur einzelne Einträge können editiert werden, man kann auch in allen Datensätzen bestimmte Zeichenketten austauschen – zB eine Domain durch die andere. Hat mir grade mehrere Stunden nervige Arbeit gespart.

Das sind diese kleinen Tweaks, die täglich Fehlerquellen reduzieren. Viel Spaß damit!


Okt 09

SugarSync, aus meiner Sicht die leistungsfähigste Onlinefestplatte derzeit, hat sein Kampfpreisangebot von 3€/Monat für 30GB Festplattenplatz nochmal kräftig aufgestockt: Zur Zeit bekommen Neukunden 10GB gratis obendrauf – lebenslang. Den Angebotslink findet ihr hier.

Der Hintergrund: Was ist SugarSync?

  • Daten verschlüsselt online sichern: ganze Ordnerstrukturen werden automatisch im Hintergrund verschlüsselt und online gesichert. Die letzten fünf Versionen können jederzeit wiederhergestellt werden (und nur die aktuellste Version wird zum Speicherplatz gezählt!)
  • Daten überall verfügbar halten: über eine Browser-Schnittstelle kann jede Datei im Internetcafé, mit jedem internetfähigen Handy oder über kostenlose iPhone/Symbian/Android-Apps angeschaut und runtergeladen werden (z.B. die MP3-Sammlung sichern und direkt im iPhone abspielen, Fotos vom PC sichern und im Handy anschauen)
  • Daten völlig unsichtbar synchron halten: Ganze Ordnerstrukturen können auf verschiedenen Geräten in Echtzeit synchron gehalten werden – d.h. sobald ich auf meinem Mac in Wien eine Datei speichere, erscheint sie auf meinem PC in Köln im selben Ordner. In den ganzen Jahren in denen ich mit dem Programm arbeite, gab es noch keinen Fehler
  • Daten anderen zugänglich machen: Ordner können sehr einfach geteilt werden. Wenn die anderen einen gratis-Account bei SugarSync haben, können sie die Ordner sogar synchron halten. Dass heißt: Wenn einer eine neue Datei in den Ordner auf seinem PC kopiert, finden alle anderen sie ebenfalls sofort in ihrem Ordner auf ihrem PC.

web: SugarSync


Mrz 26

Das es diesen Dienst nicht schon lange gibt, ist komisch (und dass er gleich so gut geworden ist, verblüffend): In Verkehrsmittelvergleich.de gibt man die gewünschten Reisedaten innerhalb von Deutschland ein und die Maschine ermittelt nicht nur die besten Spar- und Normalpreise der Bahn, sondern fragt auch Fluglinien und Billigflieger ab, bezieht Bustransportunternehmen ein und ergänzt, wo nötig, die notwendige Taxifahrt mit entsprechend gemittelten Kosten. Auf diese Weise kommt man schneller zum Sparpreis der Bahn als über die Bahnseite. Ein Knüller, funktioniert einwandfrei.

Der einzige Haken: Nicht zu schnell Start und Ziel angeben, sonst kommen die sich öffnenden Auswahlfenster nicht mit. Ihr werdet es merken (und hoffentlich wird das bald behoben..) Und: Für die Mitfahrgelegenheiten wird das bessere mitfahrgelegenheit.de leider nicht abgefragt.


Mrz 18

Linguee funktioniert ganz einfach: Der Dienst wertet das sogenannte zweisprachige Web aus, also Seiten, die sowohl in Englisch als auch in Deutsch im internet stehen. Dadurch werden die Ergebnisse im Kontext verständlich, die meisten Redensarten und Fachbegriffe sehr schnell klar.

Der Nachteil: Der Dienst ist nicht redaktionell geleitet wie der Branchenprimus Leo. Wenn eine Firma ihre englische Präsenz schlampig übersetzt, dann stimmt auch die Übersetzung nicht. Abhilfe schafft hier ein internes Bewertungssystem und der Vergleich von oft mehreren Duzend guten Treffern. Insgesamt aber doch: Ein großer Wurf.


Mrz 11

Es ist eine dieser unauffälligen Seiten: printablechecklist.org. Man kann im Handumdrehen eine Checkliste bauen, die durch dynamische Ajax-Umgebung ohne lästige Dialogfenster auskommt. Kurz: Der beste Weg, um eine Checklist zu machen, die man im Anschluss ausdrucken möchte.

Achtung: Speichern kann man die Listen allerdings nicht.


Mrz 07

Es ist vermutlich der Traum gestresster Eltern: ChorWars motiviert Kinder zu Hausaufgaben. Der Clou? Das ganze sieht aus wie World of Warcraft. Kern des Spiels ist das Sammeln von Goldstücken, die Neulinge als Apprentice beantragen können und die ein Dungeon Master vergibt (die Rollenspielcharaktere sind hier detailliert erklärt). Die Testimonials geben ein paar Tipps, in welche Richtung man das Spiel spielen kann (einige koppeln die errungenen Goldpunkte an Taschengeld), insgesamt scheint es eine ganz gute Idee zu sein.

Gespielt habe ich es noch nicht, Erfahrungen bitte in die Kommentare.


Mrz 05

Es ist Zeit für ein Best-of: Fünf Webseiten, die ich noch nicht lange kenne und jeden Tag nutze:

1. followup.cc - Mailreminder, der einem Aufgaben so lange auf Abstand hält, bis sie wichtig werden

Ich hatte den von Lifehacker protegierten Dienst followupthen.com ja schon besprochen – und kurz darauf einen Dienst entdeckt, der Welten besser ist. followup.cc funktioniert so: Man schreibt eine Mail an wednesday@followup.cc und bekommt die Mail am Mittwoch zurück (mit allem, was drinsteht). Der Dienst versteht Zeitangaben (march-3, 3pm) und alle Formen von Zeitabständen (2hours, tomorrow, 3weeks), es gibt ein Bookmarklet für Firefox, mit dem man sich später automatisch an Webseiten erinnern lassen kann, es gibt einen Online-Kalender, in den alle angelegten Erinnerungen abgelegt werden – der Dienst macht seinen Dienst wirklich gut – und wenn ich mal eine Mail schreibe, die ich nachverfolgen will, schreibe ich sie einfach BCC an 2weeks@followup.cc und bekomme nach 2 Wochen eine nette Erinnerung, an die die Mail, um die es geht, gleich angehängt ist.

2. mobil Telefonieren zum (fast)-Nulltarif: Rebtel, allmobil und T-Mobile Austria

Ich habe vermutlich mit keinem Dienst, den ich hier vorgestellt habe, vergleichbar Geld gespart wie mit der Kombination aus T-Mobile Austria, Rebtel und allmobil. Deshalb ein kurzer Bauplan nach fünf Monaten problemloser Günstigtelefonie:
Das Ziel: Ich spare durchschnittlich 70% meiner Telefonkosten, habe keinerlei monatliche Kosten, telefonieren zum Beispiel vom Handy in Österreich auf das Handy in Deutschland für 6.5cent die Minute. Was es braucht ist eine Stunde, um das Ganze einzurichten und pro Dienst, den man nutzen will, 10 Euro Startkapital.
Die Idee: 1. ein supergünstiger Basistarif als Ausgangspunkt. Allmobil ist mit einer 10€-Flatrate ins deutsche Festnetz (keine Grundgebühr, keine Mindestvertragslaufzeit, kein Mindestumsatz) vermutlich der günstigste Handytarif Deutschlands. Weil ich grade viel in Österreich bin, nutze ich von dort T-Mobile Klax Nonstop um für 10cent pro Anruf egal wie lange (!) nach Deutschland zu telefonieren. 2. praktische internationale Telefondienste. Meine schlechte Meinung von Diensten, die Telefonate international verbinden, hat sich enorm gebessert, seit ich Rebtel kenne. Die Webseite ist so angenehm zu bedienen, dass es eine Freude ist und es gibt Programme für alle möglichen Telefone und das iPhone, die automatisch Rebtel dazwischenschalten bzw. leicht zugänglich machen, wenn man international telefonieren will. Damit kostet mich ein Anruf von Wien nach Berlin 1,5cent pro Minute – in verlässlich glasklarer Qualität.
Es gibt zwei Posts mit einer Reihe weiterer Feintunings: einen über die Einrichtung eines nationalen Basistarifs (und den Weg zur kostenlosen Festnetznummer aufs Handy) und einen in dem es um internationale Telefongespräche geht.

3. Babbel - Sprachen lernen, aber richtig

Babbel als kleine Revolution im Sprachenlernen habe ich ja schon besprochen. Ich bin angetan von der Oberfläche, das Lernen geht schnell und effektiv, für 6€ im Monat für alle Kurse komme ich günstiger Weg als in jeder Sprachschule.

4. Clipperz - alle Logins direkt per Klick zugänglich, weltweit

Ich bin eigentlich kritsch, was das sammeln von Passwörtern an einem Ort angeht, aber Clipperz scheint eine gute Lösung gefunden zu haben. Das Sicherheitskonzept, entwickelt in Stanford, ist ziemlich fundiert und der Zeitgewinn enorm: Man kann die Logins in der Sidebar von Firefox öffnen und mit einem Klick nicht nur die Seite öffnen, sondern sich gleich automatisch einloggen lassen. Funktioniert mit 90% aller Logins vom E-Mail bis zur Handyrechnung. Und ist eine echte Empfehlung.

5. tr.im – superschnell jede URL verkürzen

Die meisten nutzen mittlerweile wohl tinyurl.com, um lange Adresse zu kürzen (sinnvoll zum Beispiel, wenn man sie per Mail verschicken will). tr.im ist besser – vor allem, weil die Adressen, die rauskommen, im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern wirklich kurz sind. http://tr.im/QLW4 führt zum Beispiel zum Artikel über das Sprachportal Babbel auf gutesnetz.de, dessen Adresse sonst nicht in eine Zeile passen würde.. Das Nonplusultra: Mit tr.im-gekürzte lange Adressen endlich auf einem Blatt notieren können, auf dem man grade Notizen macht. Unbezahlbar.

Ich hoffe, es war etwas für Euch dabei. Viel Spaß beim Ausprobieren!


Mrz 05

Vor Jahren war wer-weiss-was.de mein Geheimtipp: Tausende Leute, die meist innerhalb eines Werktags Antwort auf jegliche Fachfragen wussten. Der Dienst ist immer noch schwer empfehlenswert, aber die Expertensuchdienste sind mittlerweile auf die ersten Experimente des Semantic Web gestoßen – und das ist eine Mischung, die sich gut verträgt.

Hatte die (unglaubliche) Suchmaschine Wolfram Alpha noch die Expertensuche ohne Experten im Blick (und ist damit recht weit gekommen), versucht seit einiger Zeit der Dienst Aardvark die Echtzeitrevolution der klassischen Expertenbörse: Menschen werden nicht überflüssig, sondern schneller zusammengeschaltet. Ich suche jemanden, der meine Frage beantwortet, ein Computer berechnet die möglichen Themengebiete der Frage und schießt die Frage in Minuten zu ausgewählten Teilnehmern im Instant Massaging Network. Aus Werktagen sollen so Minuten werden, eine smarte Idee, die funktionieren könnte.

Auf meine Testfrage habe ich die ersten fünf Minuten keine Antwort. Tja. Aber immerhin hat Google grade 50 Millionen ausgegeben, um den Dienst zu kaufen – und auch die Presseschau kann sich sehen lassen. Vielleicht meldet sich ja noch jemand.

Update: Es hat tatsächlich jemand geantwortet. Zwar nicht erhellend, aber immerhin themengemäß. Ich werde das mal weiter testen.


Feb 19

OCR Terminal: Grade erst entdeckt, dabei liegt die Idee so nah. Die meisten besseren Drucker haben einen akzeptablen Scanner mit an Bord, nur die Scans kann man weder bearbeiten noch durchsuchen. Mit diesem Dienst geht das: Man schickt Scans hin und bekommt PDF-Dateien oder Word-Dokumente zurück. 20 Seiten im Monat sind frei, danach kostet es 9cent pro Minute. Probierts mal.

OCR Terminal