OCR Terminal: Grade erst entdeckt, dabei liegt die Idee so nah. Die meisten besseren Drucker haben einen akzeptablen Scanner mit an Bord, nur die Scans kann man weder bearbeiten noch durchsuchen. Mit diesem Dienst geht das: Man schickt Scans hin und bekommt PDF-Dateien oder Word-Dokumente zurück. 20 Seiten im Monat sind frei, danach kostet es 9cent pro Minute. Probierts mal.
Vor einigen Jahren wurden Stimmen laut, die proklamiert haben, es gäbe in Zukunft nur noch das digitale Fernsehen, TV on demand, jeder schaut seinen privaten Kanal, der nach seinem Geschmack zusammengestückt ist. Pustekuchen. Denkt man dann. Aber es gibt etliche Entwicklungen, was die neue Generation Fernsehen angeht, die man sich einmal anschauen sollte. Kosten tun sie alle nichts.
Variante 1: das Clipfernsehen (YouTube und Söhne) Mit YouTube hat es angefangen, Kommentare dazu erübrigen sich, das kennt wohl jeder. Die Alternativen sind jedoch so visionär wie unbekannt: Viddler mit zeitspezifischen Kommentaren und Videokapiteln, Sevenload und MyVideo mit dem deutschen Videoangebot, veoh! und stage6 bieten auch längere Filme in teilweise herausragender Auflösung. Wer sich mal einen Überblick verschaffen will: TechCrunch hat ein gutes Dutzend Videodienste in einem Vergleich zusammengefasst. Gebündelt wird das Ganze auf Oberflächen wie Miro (ehemals DemocracyPlayer). Die OpenSource-Oberfläche bietet Zugang zu einer ganzen Reihe von Videodiensten, die clever vom eigenen PC aus durchsucht und einzelne Themen abonniert werden können, einzelne Videos werden runtergeladen, organisiert und weitergeleitet. Sinnvoll! bittekunst.de bietet eine Video-Metasuche an, mit der auf einen Schlag eine ganze Reihe Videoclipdienste durchsucht werden können.
Variante 2: ip.tv (Joost und Co.) Es war die größte Erwartungshaltung 2006: Der Napster- und Skype-Erfinder Niklas Zennström erfindet Joost! und zerschlägt damit nach Musik- und Telefonindustrie auch die Fernsehlandschaft. Pustekuchen. Nach großem Tatam gab es schlechte MTV-Clips und langweilige Dokumentationen zu sehen. Das Feld hat sich gewandelt: Joost ist etwas besser geworden, vor allem aber gab es sofort plagiierende Konkurrenten, die ihrerseits mit sinnvolleren Konzepten ankamen: Babelgum mit einem künstlerischen Anspruch (vor allem was die Übertragung von Kurzfilmen angeht, die auf Festivals gelaufen sind) und Zattoo mit aufwändigen Senderpartnerschaften (CNN, Canal24, SF.info, Al Jazeera etc.).
Variante 3: Aufnehmen lassen (onlinetvrecorder)
Leute, das war wirklich Zeit: Angezeigt wird eine Programmzeitschrift mit allen möglichen Sendern. Man klickt auf eine Sendung und die Sendung wird vorgemerkt. Nachdem die Sendung gelaufen ist, kann man sie runterladen. Alles umsonst. Wenn man auf die rund eine Stunde Wartezeit für den Download verzichten will, muss man sich für 25cent pro Sendung einen vorderen Listenplatz erkaufen. Aber das ist wohl verschmerzbar. Danke, onlinetvrecorder.com, so einfach war Fernsehen noch nie. Das Ganze gilt bisher als rechtlich legal, weil nur Sendungen angesehen werden können, die man vorher in Auftrag gegeben hat: Ein Decoder konvertiert die verschlüsselten otrkey-Dateien, die man statt der Sendung bekommt (oder über Dienste wie otrkeyfinder.de, otrkey.com oder otr24.de findet) in abspielbare WMV-Dateien. Das macht der Decoder aber nur dann, wenn man (oder einer von fünf vorher festgelegten Freunden) die Sendung vorher programmiert hat.
Variante 4: Podcasts und VLogs
In der Podcastwelt geht es vor allem um Radio. Aber auch das lohnt sich: Alle Sender haben mittlerweile sehr gute Sendungen als Podcast, das heißt: zum runterladen und später hören. Um sie zu finden, bieten sich spezielle Dienste: podcast.de ist der große der Branche, dopcast und podster sind auch bekannt, aber meiner Ansicht nach unterlegen, für den internationalen Bereich ist odeo zu empfehlen und natürlich das ursprüngliche Podcast-Verzeichnis von Apple, immer noch sehr, sehr gut, der iTunes Store (für den man soweit ich weiß das langsame und sowieso schlecht programmierte iTunes installieren muss). Speziellere Tipps bekommt man bei podix einem Magazin mit kleinen Artikeln zu ausgewählten Podcasts. Und alle Angebote der öffentlich-rechtlichen stehen auf einer speziellen Podcast-Seite der ARD.
Update:
Für Nachrichtensucher habe ich eine besondere Perle gefunden: Auf livestation.com werden die Livestream der wichtigsten Nachrichtensender weltweit superleicht zugänglich: BBC und CBB sind nicht nur in mit lokalen Kanälen, sondern auch mit internationalen und arabischen Kanälen verzeichnet, zusätzlich gibt es Bloomberg, Al Jazeera, Deutsche Welle, United Nations TV oder France24 – die Auswahl ist fundiert und eindrucksvoll. Wer mehr möchte, klickt auf “User added” und findet rund 4000 Fernsehkanäle aus aller Welt, die sich bequem nach differenzierten Genres, Sprache oder Heimatland selektieren lassen.
Schlicht, schön, praktisch: Die Eieruhr e.ggtimer.com nimmt eine Zeitdauer entgegen und zeigt bildschirmfüllend eine Eieruhr an. Mehr nicht. Aber das hätte ich schon etliche Male brauchen können – funktioniert tadellos auch wenn es im Hintergrund läuft, da automatisch eine Dialogbox geöffnet und ein Sound gespielt wird, wenn die Zeit abgelaufen ist.
Followupthen.com ist ein Dienst, der nichts weiter macht, als das: Wenn ihr eine Mail an 3days@followupthen.com schickt, dann schickt Euch der Dienst 3 Tage später dieselbe Mail zurück. Und das ist so ungemein praktisch, dass ich ihn alle paar Stunden benutze. Denn:
1. schaue ich jeden Tag in die Mails (im Gegensatz zu der sonst sehr empfehlenswerten rememberthemilk.com-Oberfläche)
2. wird die Erinnerung, wenn ich als BCC an followupthen.com geschrieben habe, direkt im passenden Kontext angezeigt
3. habe ich die wichtigen Infos aus der Mail sofort parat (z.B. Adressdaten des Empfängers)
4. habe ich bei den Notizen zum Todo alle Freiheiten, die ich in einer Mail habe (Links, Bilder, Copy-Paste von Webseiten..)
5. ist es ein superschneller Weg, um schnell Todos zu erstellen.
+ Bonus: Wenn ich eine Mail cc an followup.com schicke, dann bekommt der Empfänger auch eine Kopie der Erinnerung (sollte man denke ich nur machen, wenn die Beziehung stimmt).
Probiert es mal aus. Der einzige Nachteil aus meiner Sicht ist, dass es immer Zeitabstände sein müssen (im Gegensatz zu Zeitpunkten). Aber vielleicht finde ich da auch noch was.
(via lifehacker.com)
Update: Ich habe noch eine bessere Variante gefunden, die zusätzlich (a) Wochentage, (b) Datumsangaben und (c) Zeitangaben beherrscht und zudem (d) eine Onlinekalenderansicht und (e) einen RSS-Feed hat, mit dem man bisher angelegte Reminder prüfen kann. Ach ja, (f) gibt es ein Bookmarklet, um supersimpel Webseiten, die man grade besurft, für später vorzumerken. 5 von 5 Sternen, wenn der Praxistest so gut ausfällt, wie es die Funktionen versprechen. Probiert´s aus: followup.cc
Wer einen iPod Touch oder ein iPhone hat schätzt die WLAN-Fähigkeiten: beim Surfen, für aktualisierte Inhalte von Programmen, für den Austausch mit dem Laptop oder Desktop-Computer. Aber was macht man ohne WLAN-Netz? Wenn der Computer selbst am Internetkabel hängt? Oder gar kein Netz da ist? Die Lösung von CNET: Richten Sie den Laptop als Netzwerk ein. Denn was eine WLAN-Karte hat, kann funken wie ein Router. In zwei Minuten war alles gemacht, die WLAN-Verbindung lässt sich bequem am Laptop an und ausschalten und dem iPod ist es egal, ob ein Router oder der Computer selber das Netz bereitstellt.
Ich habe im vorigen Post ja schon einige clevere Tarife für günstiges Telefonieren zusammengetragen. Für die Weltenbummler lege ich noch eins drauf. Stellt Euch vor, ihr reist um die Welt und telefoniert egal wohin für 3cent Festnetz und 14cent mobil. Knüller? Dachte ich auch. Hier sind die Empfehlungen, was die Anbieter angeht.
rebtel
Kosten/Minute: Festnetz 1,3-3cent, mobil: 1-15cent
lokale Einwahlnummern: weltweit in diesen Ländern
+ einige sehr smarte Funktionen, die kein anderer so hat:
* für jede Nummer im Ausland erhält man eine lokale Einwahlnummer über die Webseite, auch kostenlos per Mail und SMS.
* alle wichtigen Einstellungen können über die Webseite, über lokale Einwahl zum Sprachcomputer und über eine mobile Wap-Seite (mobile.rebtel.com) angepasst werden.
* fährt man selbst ins Ausland, registriert man einfach die neue Handynummer und alle lokalen Weiterleitungsnummern ändern sich zu Festnetznummern im neuen Land
* CollectCall: registrierte Kontakte bekommen eine Festnetznummer in ihrem Land, mit der sie mich erreichen können (ich zahle die Verbindungskosten wie bei der Hinverbindung)
- keine
dialnow
Kosten/Minute: Festnetz 1-2cent, mobil 1-10cent
lokale Einwahlnummern: weltweit in diesen Ländern
+ sehr günstige Gebühren
- ziemlich umständliche Oberfläche
Wird nur aus Deutschland angerufen, dann bietet sich außerdem flat2flat.net an. Neben sehr guter Sprachqualität gibt es dort auch eine kostenlose deutsche Festnetznummer, auf der man dauerhaft kostenlos erreichbar bleibt.
Einige Dienste wurden nicht berücksichtigt (evtl. sinnvoll, wenn das aktuelle Land nirgends sonst unterstützt wird):
http://www.bluerate.de/ bietet eine Reihe Länder an, hat aber wenig Funktionen und ist recht teuer.
www.dcalling.de ein relativ bekannter deutscher Dienst, von Funktion und Kosten etwas schlechter als die vorgestellten.
mobivox.com ist deutlich teurer und bringt keinen erkennbaren Mehrwert.
Für sparruf.de gilt dasselbe, recht umständliche Oberfläche und deutlich teurer.
celinephone.com kann zwar preismäßig mithalten, hat aber eine ziemlich krude Oberfläche.
dialabroad.eu ist relativ teuer, Einwahlnummern nur aus einer handvoll Ländern.
www.callinghome.eu kann auch nicht mithalten, was Funktionen und Preise angeht, aber ist u.U. eine sinnvolle Alternative, wenn man kein Handy hat, von dem aus man anrufen kann (der Dienst wählt zwei Telefone an und verbindet dann beide Leitungen).
Eine gute Übersicht über alle möglichen Dienste: http://www.tarife-fuer-ferngespraeche.de/index.htm
Update: Die günstigsten Möglichkeiten international zu telefonieren, findet ihr im Folgeartikel.
Nach viel suchen scheint er da, der perfekte Handytarif: Keine Vertragslaufzeit. Anrufe ins Festnetz kostenlos. Anrufe zur Mailbox auch. Anrufe ins deutsche Handynetz 9cent, SMS 9cent, Anrufe ins Ausland ab 1,9cent. Für Leute, die mich anrufen wollen, bin ich Deutschlandweit über eine Festnetznummer erreichbar. Alles, was ich habe, kann ich zum nächsten Monat kündigen.
Die Rufnummer bliebe dann kostenlos erhalten. Die Kosten? 10€ für die Festnetzflatrate, das wars. Der Haken? Keiner. Man muss nur einige Angebote zusammenbasteln.
Ach ja: Wenn ich will, kann ich unterwegs per Telefon Nachrichten oder Radiosendungen hören. Auch umsonst.
Hier steht, wie´s geht:
1. Basistarif: Allmobil
Der zur Zeit günstigste Tarif, wenn man eine Flatrate will. Für einmalig 5€ und dann 9,99€ im Monat bekommt man: Eine saubere Verbindung ins Vodaphone-Netz. Kostenlose Verbindungen zum Festnetz und zur Mailbox. Günstige 9cent zu Handynetzen und für SMS. Keine Scherereien. Und eine Nummer nach Wahl (für 25€ kann man auch die alte mitnehmen). Nach drei Monaten bin ich zufrieden, die Verwaltung ist manchmal etwas tranig, manchmal klappt das automatische Guthabenaufladen nicht und man muss die (nette) Hotline anrufen. Aber dafür zahle ich dann auch nur halb so viel wie bei anderen Billiganbietern.
2. Festnetznummer und Telefonate ins Ausland: sparruf.de vs. flat2flat.net
Eine Festnetznummer, unter der man mich deutschlandweit erreicht, gibt es meines Wissens zur Zeit von zwei Anbietern: sparruf.de und flat2flat.net. Das Prinzip ist bei beiden ähnlich: Man bekommt eine Festnetznummer zugewiesen. Wenn jemand die anruft, klingelt mein Handy. Ich rufe auch diese Festnetznummer an (dank meiner Festnetzflatrate umsonst) und dann werden beide Leitungen verbunden. Die Sprachqualität ist bei sparruf sehr unterschiedlich, flat2flat scheint verlässlich guten Ton zu haben. Außerdem gibt es da einen Extrabonus: Wer die Festnetznummer anruft, wird nach seinem Namen gefragt und hört dann das Wartezeichen, bevor ich mich dann dazuschalte höre ich den aufgenommenen Namen und kann entscheiden, ob ich jetzt telefonieren will.
Der Clou: Wenn mein Gesprächspartner auch eine Festnetz-Flatrate hat, telefonieren wir umsonst miteinander von Handy zu Handy, indem wir beide die Festnetznummer anwählen und uns zusammenschalten lassen.
Für Auslandstelefonate ist flat2flat schon präpariert: Herausragende Sprachqualität nach Belgien und Österreich kosten mich damit 3cent die Minute (mit dem aktuellen Weihnachtsangebot 50€ Guthaben für 30Euro sind es noch 1,7cent). Wohlgemerkt: Vom Handy. Und am Zieltelefon wird meine deutsche Handynummer angezeigt. Die Guthabenaufladung erfolgt online, für wichtige Nummern lassen sich Kurzwahlen speichern. Wer eine Sparruf-Festnetznummer hat, muss ausweichen: teltarif hat eine gute Übersicht über Dienste für Auslandstelefonate. DCalling gehört dabei zu den bekannteren, habe aber noch keine Erfahrungen gemacht.
Update: Ich bin ja demnächst in Österreich und dachte, dass es nett wäre, wenn die Auslandsdienste nicht nur aus Deutschland erreichbar wären. Bingo: Rebtel rockt. Rebtel hat quasi in jedem Land der Welt eine Einwahlnummer, mit der ich nur die lokalen Festnetzgebühren zahle. Ich bekomme außerdem in jedem Land der Welt eine Festnetznummer, auf der mich Leute erreichen können. Die Kosten sind ziemlich günstig, etwa 2cent für Festnetzleitungen und 14cent für Mobilfunk.
& Nachrichten und so: Podcasts kostenlos über den PhoneCaster.de
Smarte Idee: PhoneCaster.de stellt Festnetznummern bereit, über die man aktuelle Folgen ausgewählter Podcasts hören kann. Wer eine Festnetz-Flatrate hat, zahlt für den Service nichts.
Soweit das Telefonieren 2.0. Viel Spaß damit.
Irgendwann kann man sich die Sendungen bestellen, das war mal eine große Utopie. Jetzt ist sie verwirklicht und es fällt kaum einem auf. Fast jede Sendung ist mittlerweile online – hier eine Auswahl der Seiten, die Quellen zusammenstellen. Achtung: Manchmal sind die Filme urheberrechtsgeschützt.
blinkx.com hat sich die letzten Monate vom Nobody zur echten Youtube-Konkurrenz hochgespielt. Blinkx findet eine Menge Clips, die es im Netz gibt, so sieht es aus. Noch besser, vor allem für Anspruchsvolles, ist der kaum beachtete Ziehvater von Youtube Google Video Dort finden sich Interviews, Fernsehsendungen, Dokumentationen.
tv.blinkx.com ist eine Zusammenstellung von US-Serien und Kinofilmen im Netz. Oft gehen die Links allerdings auf megavideo.com, die nach 72 Minuten den Datenstrom für eine Stunde abdrehen. Um diese Filme einfacher zu sehen, lohnt sich die Benutzung von hold-tube. Das ist sowieso angenehm, falls man die Videos speichern möchte. Einer Alternative Sammelstelle für Filme ist TheOnlyDevice.
surfthechannel.com und alluc.org sind ein Stück weniger schick, aber die eigentlichen Programmzeitschriften des Internet. Man findet alles, was Leute mal reingestellt haben. OVguide.com durchsucht solche Programmzusammensteller parallel.
Für den Fall, dass man sonst nichts findet.Guckt nicht zuviel fern.
Wenn´s für das Auto nicht reicht: tauschticket.de ist ein großartiger Dienst, um Bücher zu tauschen. Das Angebot ist mittlerweile siebenstellig und lohnenswert. Schmankerl: Am Anfang bekommt man zwei Tauschtickets geschenkt, mit denen man kostenlos zwei Bücher von andern Leuten anfordern kann. Echte Empfehlung.
Wo tauschticket nicht weiterhilft: Antiquariatzusammenschlüsse bei eurobuch.com und zvab.com, (teurer) Gebrauchtmarkt bei amazon.de und amazon.com. Nur Unibücher und relativ teuer: unifloh.de und semesterbooks.de.
Die großen Einkaufspläne mal kurz zusammengefasst: pkw.de, mobile.de, autoscout24.de. Das scheinen mir die besten Adresse für gebrauchte Autos zu sein. Ergänzungen bitte in die Kommentare. Und dann gute Fahrt.