Dez 27

Ich habe im vorigen Post ja schon einige clevere Tarife für günstiges Telefonieren zusammengetragen. Für die Weltenbummler lege ich noch eins drauf. Stellt Euch vor, ihr reist um die Welt und telefoniert egal wohin für 3cent Festnetz und 14cent mobil. Knüller? Dachte ich auch. Hier sind die Empfehlungen, was die Anbieter angeht.

rebtel
Kosten/Minute: Festnetz 1,3-3cent, mobil: 1-15cent
lokale Einwahlnummern: weltweit in diesen Ländern

+ einige sehr smarte Funktionen, die kein anderer so hat:
* für jede Nummer im Ausland erhält man eine lokale Einwahlnummer über die Webseite, auch kostenlos per Mail und SMS.
* alle wichtigen Einstellungen können über die Webseite, über lokale Einwahl zum Sprachcomputer und über eine mobile Wap-Seite (mobile.rebtel.com) angepasst werden.
* fährt man selbst ins Ausland, registriert man einfach die neue Handynummer und alle lokalen Weiterleitungsnummern ändern sich zu Festnetznummern im neuen Land
* CollectCall: registrierte Kontakte bekommen eine Festnetznummer in ihrem Land, mit der sie mich erreichen können (ich zahle die Verbindungskosten wie bei der Hinverbindung)

- keine

dialnow
Kosten/Minute: Festnetz 1-2cent, mobil 1-10cent
lokale Einwahlnummern: weltweit in diesen Ländern

+ sehr günstige Gebühren

- ziemlich umständliche Oberfläche

Wird nur aus Deutschland angerufen, dann bietet sich außerdem flat2flat.net an. Neben sehr guter Sprachqualität gibt es dort auch eine kostenlose deutsche Festnetznummer, auf der man dauerhaft kostenlos erreichbar bleibt.

Einige Dienste wurden nicht berücksichtigt (evtl. sinnvoll, wenn das aktuelle Land nirgends sonst unterstützt wird):
http://www.bluerate.de/ bietet eine Reihe Länder an, hat aber wenig Funktionen und ist recht teuer.
www.dcalling.de ein relativ bekannter deutscher Dienst, von Funktion und Kosten etwas schlechter als die vorgestellten.
mobivox.com ist deutlich teurer und bringt keinen erkennbaren Mehrwert.
Für sparruf.de gilt dasselbe, recht umständliche Oberfläche und deutlich teurer.
celinephone.com kann zwar preismäßig mithalten, hat aber eine ziemlich krude Oberfläche.
dialabroad.eu ist relativ teuer, Einwahlnummern nur aus einer handvoll Ländern.
www.callinghome.eu kann auch nicht mithalten, was Funktionen und Preise angeht, aber ist u.U. eine sinnvolle Alternative, wenn man kein Handy hat, von dem aus man anrufen kann (der Dienst wählt zwei Telefone an und verbindet dann beide Leitungen).

Eine gute Übersicht über alle möglichen Dienste: http://www.tarife-fuer-ferngespraeche.de/index.htm


Sep 19

Update: Die günstigsten Möglichkeiten international zu telefonieren, findet ihr im Folgeartikel.

Nach viel suchen scheint er da, der perfekte Handytarif: Keine Vertragslaufzeit. Anrufe ins Festnetz kostenlos. Anrufe zur Mailbox auch. Anrufe ins deutsche Handynetz 9cent, SMS 9cent, Anrufe ins Ausland ab 1,9cent. Für Leute, die mich anrufen wollen, bin ich Deutschlandweit über eine Festnetznummer erreichbar. Alles, was ich habe, kann ich zum nächsten Monat kündigen.

Die Rufnummer bliebe dann kostenlos erhalten. Die Kosten? 10€ für die Festnetzflatrate, das wars. Der Haken? Keiner. Man muss nur einige Angebote zusammenbasteln.

Ach ja: Wenn ich will, kann ich unterwegs per Telefon Nachrichten oder Radiosendungen hören. Auch umsonst.

Hier steht, wie´s geht:

1. Basistarif: Allmobil

Der zur Zeit günstigste Tarif, wenn man eine Flatrate will. Für einmalig 5€ und dann 9,99€ im Monat bekommt man: Eine saubere Verbindung ins Vodaphone-Netz. Kostenlose Verbindungen zum Festnetz und zur Mailbox. Günstige 9cent zu Handynetzen und für SMS. Keine Scherereien. Und eine Nummer nach Wahl (für 25€ kann man auch die alte mitnehmen). Nach drei Monaten bin ich zufrieden, die Verwaltung ist manchmal etwas tranig, manchmal klappt das automatische Guthabenaufladen nicht und man muss die (nette) Hotline anrufen. Aber dafür zahle ich dann auch nur halb so viel wie bei anderen Billiganbietern.

2. Festnetznummer und Telefonate ins Ausland: sparruf.de vs. flat2flat.net

Eine Festnetznummer, unter der man mich deutschlandweit erreicht, gibt es meines Wissens zur Zeit von zwei Anbietern: sparruf.de und flat2flat.net. Das Prinzip ist bei beiden ähnlich: Man bekommt eine Festnetznummer zugewiesen. Wenn jemand die anruft, klingelt mein Handy. Ich rufe auch diese Festnetznummer an (dank meiner Festnetzflatrate umsonst) und dann werden beide Leitungen verbunden. Die Sprachqualität ist bei sparruf sehr unterschiedlich, flat2flat scheint verlässlich guten Ton zu haben. Außerdem gibt es da einen Extrabonus: Wer die Festnetznummer anruft, wird nach seinem Namen gefragt und hört dann das Wartezeichen, bevor ich mich dann dazuschalte höre ich den aufgenommenen Namen und kann entscheiden, ob ich jetzt telefonieren will.

Der Clou: Wenn mein Gesprächspartner auch eine Festnetz-Flatrate hat, telefonieren wir umsonst miteinander von Handy zu Handy, indem wir beide die Festnetznummer anwählen und uns zusammenschalten lassen.

Für Auslandstelefonate ist flat2flat schon präpariert: Herausragende Sprachqualität nach Belgien und Österreich kosten mich damit 3cent die Minute (mit dem aktuellen Weihnachtsangebot 50€ Guthaben für 30Euro sind es noch 1,7cent). Wohlgemerkt: Vom Handy. Und am Zieltelefon wird meine deutsche Handynummer angezeigt. Die Guthabenaufladung erfolgt online, für wichtige Nummern lassen sich Kurzwahlen speichern. Wer eine Sparruf-Festnetznummer hat, muss ausweichen: teltarif hat eine gute Übersicht über Dienste für Auslandstelefonate. DCalling gehört dabei zu den bekannteren, habe aber noch keine Erfahrungen gemacht.

Update: Ich bin ja demnächst in Österreich und dachte, dass es nett wäre, wenn die Auslandsdienste nicht nur aus Deutschland erreichbar wären. Bingo: Rebtel rockt. Rebtel hat quasi in jedem Land der Welt eine Einwahlnummer, mit der ich nur die lokalen Festnetzgebühren zahle. Ich bekomme außerdem in jedem Land der Welt eine Festnetznummer, auf der mich Leute erreichen können. Die Kosten sind ziemlich günstig, etwa 2cent für Festnetzleitungen und 14cent für Mobilfunk.

& Nachrichten und so: Podcasts kostenlos über den PhoneCaster.de


Smarte Idee: PhoneCaster.de stellt Festnetznummern bereit, über die man aktuelle Folgen ausgewählter Podcasts hören kann. Wer eine Festnetz-Flatrate hat, zahlt für den Service nichts.

Soweit das Telefonieren 2.0. Viel Spaß damit.


Jul 13

Die großen Einkaufspläne mal kurz zusammengefasst: pkw.de, mobile.de, autoscout24.de. Das scheinen mir die besten Adresse für gebrauchte Autos zu sein. Ergänzungen bitte in die Kommentare. Und dann gute Fahrt.


Jan 07

Selbst auf Weltreise sind mir natürlich eine Reihe Webseiten aufgefallen, die ziemlich praktisch sind, um die alltäglichen Fragen zu beantworten: Wie finde ich den billigsten Flug von A nach B? Ist die Fluggesellschaft sicher? Was ist im Land grade los? Wie kann ich Leuten schreiben, die grade dort sind? Sollte ich mir dies und jenes hier kaufen oder dort? Ist der Monsun so schlimm wie letztes Jahr? Und wo genau sollte ich im Flugzeug sitzen, um einen netten Flug zu haben? Das und mehr findet ihr ab sofort unter travellinks.gutesnetz.de.Viel Spass damit.


Feb 01

Nach der Installation ist ein neues Logo in der Firefox-Statusleiste und das hat es in sich: Finanziert vom Institute of Museum and Library Services kommt es ganz anders daher als Popkulturmaschinen wie clipmarks oder Lesezeichensammler wie del.icio.us.  Nur ein paar Gründe, warum Zotero besser ist:

  • razzfazz: Es geht nicht schneller. Das Feld ist unten sichtbar und hat drei zentrale Symbole: Link zur aktuellen Webseite erstellen, Snapshot erstellen (d.h. Kopie der Webseite in der Datenbank sichern) und Notiz erstellen. Ein Klick und alles wird im links gewählten Ordner gesichert. Wenn auf der Seite grade Medien angezeigt werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass rechts in der Adressleiste ein kleines Mediensymbol auftaucht: Ein Klick und der Datensatz wird mit allen bibliographisch notwendigen Einträgen übernommen.
  • komplex: Man kann mit verschachtelten Ordnern arbeiten und mit Tags. Man kann Webseiten einbauen, Notizen, Bücher und alle denkbaren anderen Medien.
  • wissenschaftlich: Die Datenbank lässt sich mit bestehenden Bibliographien kombinieren und z.B. im Bibtex-Format so speichern, dass man direkt eine Bibliographie daraus machen kann. Einzelne Medien lassen sich mit einem Klick direkt aus Zotero heraus auf ihre Verfügbarkeit prüfen.

Ich könnte noch etwas weiter schwärmen, aber schaut es Euch einfach selbst an. Man braucht ein wenig Einarbeitung (hier ist eine Videoeinführung). Die Dinge, die ich gern am Anfang gewusst hätte, waren:

  • Dreiteilung: Links findet man die Ordnerstruktur der eigenen Sammlung. In der Mitte findet man die Elemente, die im ausgewählten Ordner (und seinen Unterordnern!) liegen. Rechts findet man die Details zu einem Element.
  • Datenbank: Man kann den Ort ändern, an dem die Datenbank abgelegt wird: Das Zahnradsymbol führt zu den Einstellungen und darin gibt es die Option.
  • Titel: Man kann den Titel verändern: Indem man einen Eintrag im mittleren Fenster markiert und dann einmal im rechten Fenster auf den Titel klickt. Sowieso kann man fast alles im rechten Fenster verändern, nachdem man draufgeklickt hat.
  • Hierarchien: Man kann verschachtelte Ordner anlegen. Dazu erstellt man im linken Bereich einen neuen Ordner und schiebt in dann in einen bestehenden Ordner.
  • Tags ausblenden: Man kann das Tag-Feld ausblenden: Einfach auf das Symbol ganz links (Show/Hide Tag Selector) klicken.

Jan 26

Es gab mal eine Zeit in der man ein Programm einlegte und direkt starten konnte. In der das System nicht Woche um Woche an Geschwindigkeit verlor und in dem klar war, das man ein Programm einfach entfernen konnte, indem man den entsprechenden Ordner löschte. DOS 6.22 kennen nur noch die Netzsaurier, lange ist das her, vor den Fenstern und Bildern, vor Symbolleisten und Menüstrukturen. Und jetzt kommt diese Zeit zurück, verkleidet sich als eine der innovativsten Funktionen des modernen PC-Zeitalters und ist doch nur die Erinnerung an etwas, was vor fünfzehn Jahren schon unglaublich sinnvoll war. Portable Apps, portable Programme, portable Software: Das ist die Software der USB-Generation. Auf den USB-Stick gepackt lässt sich portable Software überall hin mitnehmen – inklusive der Einstellungen – und sofort auf fremden Rechnern nutzen. Ohne Installation oder Administratorrechte. Auch für zuhause ist das eine sinnvolle Alternative: Um das System flott zu halten. Denn die Registry bleibt jungfräulich unberührt und kein Hilfsprogramm setzt sich in den Autostartordner. Was man haben sollte an portable Software und wo man das bekommt steht in diesem Artikel. (Ist natürlich alles Freeware, außer wenn es anders dransteht.)

die portable Starter – schneller zur Software

start03.gif
PStart
Mein Loader der Wahl: Superschnell, automatischer Scan nach Programmen, Programmgruppen möglich, portable Dateisuche mit eigenem Index, Notizfunktion, Zugriff funktioniert auch, wenn Verzeichnis mit den Programmen (und dem Loader) verschoben wird. Super.

OpenMenu+
Der schicke: Sehr einfach und intuitiv, hübsche Grafik und große Symbole. Schnell zu bedienen. Funkte bei mir leider manchmal nicht, daher nur der zweite Platz.

portable Browser –
schnell und profimäßig im Internet

portable_firefox.png
Firefox Portable - der Profi

Der Klassiker. Unterstützt portable auch das Speichern von Passwörtern und – wow! – die meisten Erweiterungen.

Flock Portable - der Soziale
Der social-nettork-Browser. Die Superlösung zum portablen Bloggen, RSS-Feeds-lesen, Facebook-Kontakte und del.icio.us-Lesezeichen nutzen,
Fotos hochladen.. Alles in den Browser integriert. Sauber.

Opera - der Flinke
Manche schwören auf Opera: Superschnell Einsatzfertig, razzfazz Seiten geladen. Firefox ist da deutlich langsamer. Aber: Opera hat Probleme mit Seiten wie Gmail und unterstützt kaum Erweiterungen. Das meiste ist allerdings sowieso von Opera erfunden worden, was an guten Erweiterungen kursiert..

[ .. bald geht´s weiter ]


Sep 17

Es gibt einige Reiseseiten, die das Leben wirklich erleichtern und trotzdem außerhalb einer kleinen Szene kaum bekannt sind. Hier sind sie:

1. reisen
Preiswert reisen kann man am besten mit Mitfahrgelegenheiten (mitfahrgelegenheit oder mitfahrzentrale, die aber Geld kostet). Billige Flüge findet man sehr gut über die Metasuchmaschine billiger-fliegen.de, Infos zu Flughäfen (Telefonnummern, Busanschluss) findet man hier.

2. wohnen
Wer wohnen will, der kann entweder Gastsofas suchen (Couchsurfing, HC oder bewelcome) oder billige Hotels (ungeschlagen: hostelworld, oft deutlich billiger als die Preise im Hostel selbst und mit sehr zutreffenden Bewertungen). Wer Lust hat, auf Bauernhöfen zu arbeiten und da erstens frei zu wohnen, zweitens gut zu essen und drittens sehr nah an Einheimischen zu sein, sollte mal das Wwoofen ausprobieren (Willing Workers On Organic Farms).

3. andocken
Über die Sofasuchdienste Couchsurfing, HC oder bewelcome kann man auch sehr gut Leute finden, die eine persönliche Stadtführung machen oder gute Theaterstücke empfehlen. Für Deutschland soll auch new-in-town.de ganz gut sein. Gebrauchtwaren, Jobs oder eine erste Bude findet man über craigslist und kijiji oder lokale Anzeigenblätter.

4. online Reiseführer
Großartige Reiseführertipps findet man bei virtualtourist, wikitravel und tripadvisor, direkt von den Reisenden, die ihre Erlebnisse beschreiben. Für Europa, besonders aber für Deutschland ist auch Qype sehr zu empfehlen. Dort werden Empfehlungen anderer Nutzer abhängig vom aktuellen Standort zugänglich gemacht. Das geht auch per Handy über Qype Mobile, eine Wap-Seite, mit der die Suche nach dem nächsten Italiener, dem nächsten Park oder schönen Gebäude wirklich zum Kinderspiel wird.

5. Kartenmaterial
U-Bahn-Netze der meisten Großstädte weltweit findet man bei amadeus.net. Touren durch dynamische Landkarten kann man sich bei communitywalk anzeigen lassen. Und praktische Karten, auf denen WLan-Hotspots und Tankstellen findet, stehen unter multimap.

Update: 6. Alltagshilfen 
Erst kürzlich entdeckt: Der WorldTaxiMeter berechnet realistische Taxikosten für westliche Metropolen funktioniert wohl ziemlich gut.

Soweit für´s erste. Viel Spaß beim Reisen!