Wer einen iPod Touch oder ein iPhone hat schätzt die WLAN-Fähigkeiten: beim Surfen, für aktualisierte Inhalte von Programmen, für den Austausch mit dem Laptop oder Desktop-Computer. Aber was macht man ohne WLAN-Netz? Wenn der Computer selbst am Internetkabel hängt? Oder gar kein Netz da ist? Die Lösung von CNET: Richten Sie den Laptop als Netzwerk ein. Denn was eine WLAN-Karte hat, kann funken wie ein Router. In zwei Minuten war alles gemacht, die WLAN-Verbindung lässt sich bequem am Laptop an und ausschalten und dem iPod ist es egal, ob ein Router oder der Computer selber das Netz bereitstellt.
Ich habe im vorigen Post ja schon einige clevere Tarife für günstiges Telefonieren zusammengetragen. Für die Weltenbummler lege ich noch eins drauf. Stellt Euch vor, ihr reist um die Welt und telefoniert egal wohin für 3cent Festnetz und 14cent mobil. Knüller? Dachte ich auch. Hier sind die Empfehlungen, was die Anbieter angeht.
rebtel
Kosten/Minute: Festnetz 1,3-3cent, mobil: 1-15cent
lokale Einwahlnummern: weltweit in diesen Ländern
+ einige sehr smarte Funktionen, die kein anderer so hat:
* für jede Nummer im Ausland erhält man eine lokale Einwahlnummer über die Webseite, auch kostenlos per Mail und SMS.
* alle wichtigen Einstellungen können über die Webseite, über lokale Einwahl zum Sprachcomputer und über eine mobile Wap-Seite (mobile.rebtel.com) angepasst werden.
* fährt man selbst ins Ausland, registriert man einfach die neue Handynummer und alle lokalen Weiterleitungsnummern ändern sich zu Festnetznummern im neuen Land
* CollectCall: registrierte Kontakte bekommen eine Festnetznummer in ihrem Land, mit der sie mich erreichen können (ich zahle die Verbindungskosten wie bei der Hinverbindung)
- keine
dialnow
Kosten/Minute: Festnetz 1-2cent, mobil 1-10cent
lokale Einwahlnummern: weltweit in diesen Ländern
+ sehr günstige Gebühren
- ziemlich umständliche Oberfläche
Wird nur aus Deutschland angerufen, dann bietet sich außerdem flat2flat.net an. Neben sehr guter Sprachqualität gibt es dort auch eine kostenlose deutsche Festnetznummer, auf der man dauerhaft kostenlos erreichbar bleibt.
Einige Dienste wurden nicht berücksichtigt (evtl. sinnvoll, wenn das aktuelle Land nirgends sonst unterstützt wird):
http://www.bluerate.de/ bietet eine Reihe Länder an, hat aber wenig Funktionen und ist recht teuer.
www.dcalling.de ein relativ bekannter deutscher Dienst, von Funktion und Kosten etwas schlechter als die vorgestellten.
mobivox.com ist deutlich teurer und bringt keinen erkennbaren Mehrwert.
Für sparruf.de gilt dasselbe, recht umständliche Oberfläche und deutlich teurer.
celinephone.com kann zwar preismäßig mithalten, hat aber eine ziemlich krude Oberfläche.
dialabroad.eu ist relativ teuer, Einwahlnummern nur aus einer handvoll Ländern.
www.callinghome.eu kann auch nicht mithalten, was Funktionen und Preise angeht, aber ist u.U. eine sinnvolle Alternative, wenn man kein Handy hat, von dem aus man anrufen kann (der Dienst wählt zwei Telefone an und verbindet dann beide Leitungen).
Eine gute Übersicht über alle möglichen Dienste: http://www.tarife-fuer-ferngespraeche.de/index.htm
Update: Die günstigsten Möglichkeiten international zu telefonieren, findet ihr im Folgeartikel.
Nach viel suchen scheint er da, der perfekte Handytarif: Keine Vertragslaufzeit. Anrufe ins Festnetz kostenlos. Anrufe zur Mailbox auch. Anrufe ins deutsche Handynetz 9cent, SMS 9cent, Anrufe ins Ausland ab 1,9cent. Für Leute, die mich anrufen wollen, bin ich Deutschlandweit über eine Festnetznummer erreichbar. Alles, was ich habe, kann ich zum nächsten Monat kündigen.
Die Rufnummer bliebe dann kostenlos erhalten. Die Kosten? 10€ für die Festnetzflatrate, das wars. Der Haken? Keiner. Man muss nur einige Angebote zusammenbasteln.
Ach ja: Wenn ich will, kann ich unterwegs per Telefon Nachrichten oder Radiosendungen hören. Auch umsonst.
Hier steht, wie´s geht:
1. Basistarif: Allmobil
Der zur Zeit günstigste Tarif, wenn man eine Flatrate will. Für einmalig 5€ und dann 9,99€ im Monat bekommt man: Eine saubere Verbindung ins Vodaphone-Netz. Kostenlose Verbindungen zum Festnetz und zur Mailbox. Günstige 9cent zu Handynetzen und für SMS. Keine Scherereien. Und eine Nummer nach Wahl (für 25€ kann man auch die alte mitnehmen). Nach drei Monaten bin ich zufrieden, die Verwaltung ist manchmal etwas tranig, manchmal klappt das automatische Guthabenaufladen nicht und man muss die (nette) Hotline anrufen. Aber dafür zahle ich dann auch nur halb so viel wie bei anderen Billiganbietern.
2. Festnetznummer und Telefonate ins Ausland: sparruf.de vs. flat2flat.net
Eine Festnetznummer, unter der man mich deutschlandweit erreicht, gibt es meines Wissens zur Zeit von zwei Anbietern: sparruf.de und flat2flat.net. Das Prinzip ist bei beiden ähnlich: Man bekommt eine Festnetznummer zugewiesen. Wenn jemand die anruft, klingelt mein Handy. Ich rufe auch diese Festnetznummer an (dank meiner Festnetzflatrate umsonst) und dann werden beide Leitungen verbunden. Die Sprachqualität ist bei sparruf sehr unterschiedlich, flat2flat scheint verlässlich guten Ton zu haben. Außerdem gibt es da einen Extrabonus: Wer die Festnetznummer anruft, wird nach seinem Namen gefragt und hört dann das Wartezeichen, bevor ich mich dann dazuschalte höre ich den aufgenommenen Namen und kann entscheiden, ob ich jetzt telefonieren will.
Der Clou: Wenn mein Gesprächspartner auch eine Festnetz-Flatrate hat, telefonieren wir umsonst miteinander von Handy zu Handy, indem wir beide die Festnetznummer anwählen und uns zusammenschalten lassen.
Für Auslandstelefonate ist flat2flat schon präpariert: Herausragende Sprachqualität nach Belgien und Österreich kosten mich damit 3cent die Minute (mit dem aktuellen Weihnachtsangebot 50€ Guthaben für 30Euro sind es noch 1,7cent). Wohlgemerkt: Vom Handy. Und am Zieltelefon wird meine deutsche Handynummer angezeigt. Die Guthabenaufladung erfolgt online, für wichtige Nummern lassen sich Kurzwahlen speichern. Wer eine Sparruf-Festnetznummer hat, muss ausweichen: teltarif hat eine gute Übersicht über Dienste für Auslandstelefonate. DCalling gehört dabei zu den bekannteren, habe aber noch keine Erfahrungen gemacht.
Update: Ich bin ja demnächst in Österreich und dachte, dass es nett wäre, wenn die Auslandsdienste nicht nur aus Deutschland erreichbar wären. Bingo: Rebtel rockt. Rebtel hat quasi in jedem Land der Welt eine Einwahlnummer, mit der ich nur die lokalen Festnetzgebühren zahle. Ich bekomme außerdem in jedem Land der Welt eine Festnetznummer, auf der mich Leute erreichen können. Die Kosten sind ziemlich günstig, etwa 2cent für Festnetzleitungen und 14cent für Mobilfunk.
& Nachrichten und so: Podcasts kostenlos über den PhoneCaster.de
Smarte Idee: PhoneCaster.de stellt Festnetznummern bereit, über die man aktuelle Folgen ausgewählter Podcasts hören kann. Wer eine Festnetz-Flatrate hat, zahlt für den Service nichts.
Soweit das Telefonieren 2.0. Viel Spaß damit.
Bis vor einigen Jahren war es schlicht nicht denkbar: Videobearbeitung online. Viel zu aufwändig die Rechenprozesse, zu groß der Bedarf an Datenaustausch, usw. Seit einigen Monaten ist Videobearbeitung online kein Problem mehr. Die wichtigsten Dienste:
Onetruemedia: der Einfache
Der Dienst Onetruemedia ist eher eine gute Diashow als wirkliche Videobearbeitung, aber dafür zu gebrauchen: Videos, Bilder und Sounds können auf einer Timeline arrangiert werden.
JumpCut: der Solide
Richtige Videobearbeitung fängt bei JumpCut an: Bei von Yahoo aufgekauften Anbieter werden Clips aneinandergebaut, können einzeln modifiziert werden, mit Sound unterlegt und auf Videoplattformen veröffentlicht. Insgesamt wirklich interessant.
EyeSpot: der Soziale
EyeSpot ist Jumpcut ziemlich ähnlich, bietet aber mehr für den sozialen Austausch. Die Idee ist das Mixen und Remixen: Der Zugriff auf bestehende Videos ist denkbar einfach, die Community bietet eine Menge Basismaterial, das für eigene Videos verwendet werden kann, und das eigene Video kann den Remixern freigegeben werden.
Bildbearbeitung ohne festinstallierte Software, komplett kostenlos und an jedem PC der Welt. Seit Ajax ist das Alltag und seit Adobe angekündigt hat, dass deren Profisoftware Adobe Photoshop auch Online verfügbar werden soll, stellt sich die Frage, was man bereits ohne den kommerziellen Riesen im Web machen kann.
1. Bildbearbeitung
Snipshot: der flotte Minimalist
Snipshot bietet sehr intuitiv und flott die Basisanwendungen der Bildbearbeitung: Ausschnitte, Kontrast/Helligkeit/Sättigung (mit guter Automatik). Dann ist aber auch Schluss.
Pixenate: der Ausgewogene
Pixenate hat da etwas mehr zu bieten: Rotieren, graderücken, rote-Augen-Korrektur, Zoom.
Splashup: der Professionelle
Eine ganz andere Ebene eröffnet Splashup: Mehrebenen-Bildbearbeitung mit allen grundlegenden Funktionen. Normale Benutzeroberfläche mit Menüs und Fenstern, Layer-Übersicht und Farbkorrektur. Sauber programmiert. Für richtige Bildbearbeitung!
Bildbearbeitung online: Tipps bei edelbild.de
Edelbild, eine an einem Wochenende entstandene Communityplattform mit Tipps zur digitalen Bildbearbeitung.
2. Bilder direkt aus dem Internet hochladen
Das Hochladen von Bildern macht die Firefox-Erweiterung FotoFox einfacher: Damit wird eine Seitenleiste eingebaut, in die Bilder einfach per Drag&Drop verschoben werden können. Titel etc. können direkt festgelegt werden, eine Anbindung an die Fotoplattformen 23, Flickr, Marela, SmugMog oder Tabblo bringt die Bilder sofort online.
Eine ähnliche Funktion hat auch der SocialBrowser Flock fest integriert: Über das Kontextmenü lassen sich dort Bilder in eine Reihe von Fotodiensten hochladen.
Das wurde mal Zeit. ReadWriteWeb hat vor einiger Zeit die besten Web2.0-Applikationen für Schüler und Studenten zusammengestellt. Der komplette Artikel findet sich hier. Eingeteilt in die Kategorien Office Replacement, Notetaking, Mind Mapping, Studying, Bookmarking, Collaboration, Calendars, Calculations und other tools findet sich eine wirklich lesenswerte Zusammenstellung des best-of gegenwärtiger Websoftware, meist sind die Sachen auch noch umsonst.

Grade wurde die Seite vom pc magazine als eine der 100 potenzialstarken unbekannten Seiten ausgewählt, zu Recht. Nie waren Wikis so schön, so angefüllt mit nützlichen Funktionen und so einfach zu machen, wie mit Wetpaint. Alles umsonst.

Doodle koordiniert Termine: Man startet eine Umfrage mit Terminvorschlägen (oder was auch immer), die wird direkt auf Doodle eingerichtet und den Link auf diese Umfrage schickt man rund. Interessenten brauchen sich nicht registrieren, sondern können einfach eine Zeile mit ihrem Namen ergänzen und die möglichen Termine ankreuzen. Äußerst clever und eine Sache, die dem Netz wirklich noch gefehlt hat.
// Doodle
// und so sieht´s aus.

Die Macher kommen aus der OpenSource Szene und haben beide einige hochinnovative Projekte gemacht: Emily Boyd bietet mit MatMice über 1,4 Mio. Jugendlichen die Möglichkeit, eigene Webseiten ins Netz zu stellen und der Programmierer Omar Kilani hat mit tinysofa eine anerkannte Linuxdistribution aufgebaut.
Wirklich bekannt geworden sind Emily Boyd und Omar Kilani aber mit dem Produkt, um das es hier gehen soll: remember the milk, einer Aufgabenverwaltung, die ganz unscheinbar und aufgeräumt daherkommt und im intuitiven Interface eine ganze Menge sehr professioneller Funktionen versteckt. Ein erster Eindruck davon:
- Listen: Fassen Aufgabentypen zusammen (etwa Wiedervorlage/bei Ressourcen)
- Tags: verschlagworten die Aufgaben und werden je nach zugeordneten Aufgaben größer oder kleiner in einer Tagwolke angezeigt
- Orte: werden automatisch auf einer GoogleMaps Karte angezeigt, so dass man sich Routen suchen kann
- Prioritäten: führen dazu, dass Aufgaben automatisch eingefärbt werden, auch auf der Landkarte
- SmartLists: Fassen Aufgaben nach völlig frei wählbaren Kriterien zusammen in einer virtuellen Aufgabenliste (zum Beispiel alle Aufgaben mit Priorität>2 und geschätzter Bearbeitungszeit<20 Minuten)
- Maileingang: Man kann sich Aufgaben einfach zumailen, die werden dann automatisch eingetragen
- Geschätzte Bearbeitungszeit: Für jede Aufgabe kann eine Zeitschätzung eingegeben werden. Für alle Listen und SmartLists wird die geschätzte Zeit für alle Aufgaben aufsummiert.
- Shortcuts: Alle Funktionen sind über Tastenkombinationen aufrufbar. Damit wird das Tool äußerst schnell.
Außerdem bietet rememberthemilk eine herausragende Integration in alles mögliche
- Erinnerungsdienste: Erinnerungen weltweit per SMS, E-Mail sowieso, Abstände und Intervalle sind frei wählbar, die maximale Zahl der täglich versandten SMS auch.
- Module für GoogleCalendar, Netvibes oder iGoogle
- Offline-Modus: komplette Todo Verwaltung ohne Internetverbindung via Google Gears
- mobiler Zugang via WAP-Portal mit allen Bearbeitungsmöglichkeiten
Diese ganzen Funktionen sind in einem völlig sauberen Ajax-Interface untergebracht und fallen erst auf, wenn man sie braucht. Ein Tipp: Damit man die professionellen Ideen wirklich nutzen kann (es gibt zum Beispiel sehr findige SmartLists), sollte man einen Blick in das Forum werfen.
Der Dienst ist im Übrigen komplett kostenlos. Und soll es nach den Betreibern auch bleiben.
// eine sehr gute Bestenliste mit anderen Todo-Listen-Anbietern findet sich hier.