Feb 06

Streetview hat viel Furore gemacht, jetzt wird es harmloser: Virtuelle Rundgänge durch Museen bietet Google mit seinem neuen GoogleArtProject. Man läuft durch die Londoner Tate oder das Moma in New York und kann sich die Bilder in Ruhe im leeren Museum betrachten. Der Clou: Die Bilder selbst sind mit unglaublicher Auflösung digitalisiert, so dass sich einzelne Farbpigmente heranzoomen lassen. Nicht ganz wie im echten Museum, aber ein Knüller um einen Eindruck von den Museen zu bekommen. Natürlich: Alles umsonst und anmeldefrei.


Jun 23

Wer Sprachenlernen für eine mühselige Sache gehalten hat, sollte umdenken, aber babbel.com das hatten wir ja schon: Es geht um babbel.com, deren Ansatz so intuitiv und innovativ ist, dass man merklich leichter lernt. Jetzt hat Babbel aufgestockt – und zwar nicht zu knapp.

Bisher schon besonders:

- keine Textoberfläche, sondern smoothe Animationen, abwechslungsreiche Übungen und edles Interface

- keine Textvokabeln, sondern assoziative Bilder

- kein Pauken und vergessen, sondern optimal gesetzte Wiederholfrequenzen für jede Vokabel nach Ergebnissen der Hirnforschung (Stichwort: Fünf-Fächer-Lernkartei)

- keine selbstgestrickten Inhalte, sondern fertige, bunte Kurse in kurzen Modulen

- kein Einzelpauken, sondern Anbindung an die Community

Seit vorgestern neu:

- Einblick in die Wiederholungsplanung (Welche Vokabeln sitzen noch nicht? Wieviele Vokabeln sind vermutlich im Langzeitgedächtnis angekommen? Und welche Themen sind bisher abgedeckt?)

- eine iPhone/iPod Touch-App zum Wiederholen der Vokabel on-/offline (super umgesetzt: feine Grafik und Herunterladbare Vokabelpakete und Arbeit an Wiederholung des bisher gelernten, Echtzeitsynchronisation mit dem Online-Account)

- eine AdobeAir-App für Windows und Mac: Der Computer erinnert, wenn man wiederholen sollte (und bietet gleich die richtige Oberfläche)

- seit kurzem online: Schwedisch und Portugisisch als neue Lernsprachen.

Summa: Babbel ist persönlicher Testsieger in Sachen Lernerfolg nebenbei und Lernmotivation. Die Konkurrenz muss sich warm anziehen.

(Babbel.com)


Mrz 26

Das es diesen Dienst nicht schon lange gibt, ist komisch (und dass er gleich so gut geworden ist, verblüffend): In Verkehrsmittelvergleich.de gibt man die gewünschten Reisedaten innerhalb von Deutschland ein und die Maschine ermittelt nicht nur die besten Spar- und Normalpreise der Bahn, sondern fragt auch Fluglinien und Billigflieger ab, bezieht Bustransportunternehmen ein und ergänzt, wo nötig, die notwendige Taxifahrt mit entsprechend gemittelten Kosten. Auf diese Weise kommt man schneller zum Sparpreis der Bahn als über die Bahnseite. Ein Knüller, funktioniert einwandfrei.

Der einzige Haken: Nicht zu schnell Start und Ziel angeben, sonst kommen die sich öffnenden Auswahlfenster nicht mit. Ihr werdet es merken (und hoffentlich wird das bald behoben..) Und: Für die Mitfahrgelegenheiten wird das bessere mitfahrgelegenheit.de leider nicht abgefragt.


Mrz 18

Linguee funktioniert ganz einfach: Der Dienst wertet das sogenannte zweisprachige Web aus, also Seiten, die sowohl in Englisch als auch in Deutsch im internet stehen. Dadurch werden die Ergebnisse im Kontext verständlich, die meisten Redensarten und Fachbegriffe sehr schnell klar.

Der Nachteil: Der Dienst ist nicht redaktionell geleitet wie der Branchenprimus Leo. Wenn eine Firma ihre englische Präsenz schlampig übersetzt, dann stimmt auch die Übersetzung nicht. Abhilfe schafft hier ein internes Bewertungssystem und der Vergleich von oft mehreren Duzend guten Treffern. Insgesamt aber doch: Ein großer Wurf.


Mrz 11

Es ist eine dieser unauffälligen Seiten: printablechecklist.org. Man kann im Handumdrehen eine Checkliste bauen, die durch dynamische Ajax-Umgebung ohne lästige Dialogfenster auskommt. Kurz: Der beste Weg, um eine Checklist zu machen, die man im Anschluss ausdrucken möchte.

Achtung: Speichern kann man die Listen allerdings nicht.


Mrz 05

Es ist Zeit für ein Best-of: Fünf Webseiten, die ich noch nicht lange kenne und jeden Tag nutze:

1. followup.cc - Mailreminder, der einem Aufgaben so lange auf Abstand hält, bis sie wichtig werden

Ich hatte den von Lifehacker protegierten Dienst followupthen.com ja schon besprochen – und kurz darauf einen Dienst entdeckt, der Welten besser ist. followup.cc funktioniert so: Man schreibt eine Mail an wednesday@followup.cc und bekommt die Mail am Mittwoch zurück (mit allem, was drinsteht). Der Dienst versteht Zeitangaben (march-3, 3pm) und alle Formen von Zeitabständen (2hours, tomorrow, 3weeks), es gibt ein Bookmarklet für Firefox, mit dem man sich später automatisch an Webseiten erinnern lassen kann, es gibt einen Online-Kalender, in den alle angelegten Erinnerungen abgelegt werden – der Dienst macht seinen Dienst wirklich gut – und wenn ich mal eine Mail schreibe, die ich nachverfolgen will, schreibe ich sie einfach BCC an 2weeks@followup.cc und bekomme nach 2 Wochen eine nette Erinnerung, an die die Mail, um die es geht, gleich angehängt ist.

2. mobil Telefonieren zum (fast)-Nulltarif: Rebtel, allmobil und T-Mobile Austria

Ich habe vermutlich mit keinem Dienst, den ich hier vorgestellt habe, vergleichbar Geld gespart wie mit der Kombination aus T-Mobile Austria, Rebtel und allmobil. Deshalb ein kurzer Bauplan nach fünf Monaten problemloser Günstigtelefonie:
Das Ziel: Ich spare durchschnittlich 70% meiner Telefonkosten, habe keinerlei monatliche Kosten, telefonieren zum Beispiel vom Handy in Österreich auf das Handy in Deutschland für 6.5cent die Minute. Was es braucht ist eine Stunde, um das Ganze einzurichten und pro Dienst, den man nutzen will, 10 Euro Startkapital.
Die Idee: 1. ein supergünstiger Basistarif als Ausgangspunkt. Allmobil ist mit einer 10€-Flatrate ins deutsche Festnetz (keine Grundgebühr, keine Mindestvertragslaufzeit, kein Mindestumsatz) vermutlich der günstigste Handytarif Deutschlands. Weil ich grade viel in Österreich bin, nutze ich von dort T-Mobile Klax Nonstop um für 10cent pro Anruf egal wie lange (!) nach Deutschland zu telefonieren. 2. praktische internationale Telefondienste. Meine schlechte Meinung von Diensten, die Telefonate international verbinden, hat sich enorm gebessert, seit ich Rebtel kenne. Die Webseite ist so angenehm zu bedienen, dass es eine Freude ist und es gibt Programme für alle möglichen Telefone und das iPhone, die automatisch Rebtel dazwischenschalten bzw. leicht zugänglich machen, wenn man international telefonieren will. Damit kostet mich ein Anruf von Wien nach Berlin 1,5cent pro Minute – in verlässlich glasklarer Qualität.
Es gibt zwei Posts mit einer Reihe weiterer Feintunings: einen über die Einrichtung eines nationalen Basistarifs (und den Weg zur kostenlosen Festnetznummer aufs Handy) und einen in dem es um internationale Telefongespräche geht.

3. Babbel - Sprachen lernen, aber richtig

Babbel als kleine Revolution im Sprachenlernen habe ich ja schon besprochen. Ich bin angetan von der Oberfläche, das Lernen geht schnell und effektiv, für 6€ im Monat für alle Kurse komme ich günstiger Weg als in jeder Sprachschule.

4. Clipperz - alle Logins direkt per Klick zugänglich, weltweit

Ich bin eigentlich kritsch, was das sammeln von Passwörtern an einem Ort angeht, aber Clipperz scheint eine gute Lösung gefunden zu haben. Das Sicherheitskonzept, entwickelt in Stanford, ist ziemlich fundiert und der Zeitgewinn enorm: Man kann die Logins in der Sidebar von Firefox öffnen und mit einem Klick nicht nur die Seite öffnen, sondern sich gleich automatisch einloggen lassen. Funktioniert mit 90% aller Logins vom E-Mail bis zur Handyrechnung. Und ist eine echte Empfehlung.

5. tr.im – superschnell jede URL verkürzen

Die meisten nutzen mittlerweile wohl tinyurl.com, um lange Adresse zu kürzen (sinnvoll zum Beispiel, wenn man sie per Mail verschicken will). tr.im ist besser – vor allem, weil die Adressen, die rauskommen, im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern wirklich kurz sind. http://tr.im/QLW4 führt zum Beispiel zum Artikel über das Sprachportal Babbel auf gutesnetz.de, dessen Adresse sonst nicht in eine Zeile passen würde.. Das Nonplusultra: Mit tr.im-gekürzte lange Adressen endlich auf einem Blatt notieren können, auf dem man grade Notizen macht. Unbezahlbar.

Ich hoffe, es war etwas für Euch dabei. Viel Spaß beim Ausprobieren!


Mrz 05

Vor Jahren war wer-weiss-was.de mein Geheimtipp: Tausende Leute, die meist innerhalb eines Werktags Antwort auf jegliche Fachfragen wussten. Der Dienst ist immer noch schwer empfehlenswert, aber die Expertensuchdienste sind mittlerweile auf die ersten Experimente des Semantic Web gestoßen – und das ist eine Mischung, die sich gut verträgt.

Hatte die (unglaubliche) Suchmaschine Wolfram Alpha noch die Expertensuche ohne Experten im Blick (und ist damit recht weit gekommen), versucht seit einiger Zeit der Dienst Aardvark die Echtzeitrevolution der klassischen Expertenbörse: Menschen werden nicht überflüssig, sondern schneller zusammengeschaltet. Ich suche jemanden, der meine Frage beantwortet, ein Computer berechnet die möglichen Themengebiete der Frage und schießt die Frage in Minuten zu ausgewählten Teilnehmern im Instant Massaging Network. Aus Werktagen sollen so Minuten werden, eine smarte Idee, die funktionieren könnte.

Auf meine Testfrage habe ich die ersten fünf Minuten keine Antwort. Tja. Aber immerhin hat Google grade 50 Millionen ausgegeben, um den Dienst zu kaufen – und auch die Presseschau kann sich sehen lassen. Vielleicht meldet sich ja noch jemand.

Update: Es hat tatsächlich jemand geantwortet. Zwar nicht erhellend, aber immerhin themengemäß. Ich werde das mal weiter testen.


Jan 16

Wenn jemand Hilfe bei Computerproblemen braucht, geht oft die meiste Zeit dafür drauf, überhaupt zu verstehen, wo das Problem ist. Die Problemlösung kumuliert oft genug in einem Sprachproblem – das nicht sein müsste, wenn man danebensteht. Showmewhatswrong ist die geniale Lösung für das Problem: Der Nerd gibt Namen und E-Mail an und erhält dafür einen Link. Den Link schickt er dem, der ein Problem hat, und wenn der den Link öffnet beginnt ein kinderleichter Prozess, der automatisch einen maximal 5 Minuten langen Screencast erstellt, ihn komprimiert, hochlädt und einen Link an den Nerd zurückschickt, der sich ein Schulterblick-Bild von der Lage machen kann. Alles umsonst, natürlich.

(via Lifehacker)


Jan 15

Wer einen iPod Touch oder ein iPhone hat schätzt die WLAN-Fähigkeiten: beim Surfen, für aktualisierte Inhalte von Programmen, für den Austausch mit dem Laptop oder Desktop-Computer. Aber was macht man ohne WLAN-Netz? Wenn der Computer selbst am Internetkabel hängt? Oder gar kein Netz da ist? Die Lösung von CNET: Richten Sie den Laptop als Netzwerk ein. Denn was eine WLAN-Karte hat, kann funken wie ein Router. In zwei Minuten war alles gemacht, die WLAN-Verbindung lässt sich bequem am Laptop an und ausschalten und dem iPod ist es egal, ob ein Router oder der Computer selber das Netz bereitstellt.


Dez 27

Ich habe im vorigen Post ja schon einige clevere Tarife für günstiges Telefonieren zusammengetragen. Für die Weltenbummler lege ich noch eins drauf. Stellt Euch vor, ihr reist um die Welt und telefoniert egal wohin für 3cent Festnetz und 14cent mobil. Knüller? Dachte ich auch. Hier sind die Empfehlungen, was die Anbieter angeht.

rebtel
Kosten/Minute: Festnetz 1,3-3cent, mobil: 1-15cent
lokale Einwahlnummern: weltweit in diesen Ländern

+ einige sehr smarte Funktionen, die kein anderer so hat:
* für jede Nummer im Ausland erhält man eine lokale Einwahlnummer über die Webseite, auch kostenlos per Mail und SMS.
* alle wichtigen Einstellungen können über die Webseite, über lokale Einwahl zum Sprachcomputer und über eine mobile Wap-Seite (mobile.rebtel.com) angepasst werden.
* fährt man selbst ins Ausland, registriert man einfach die neue Handynummer und alle lokalen Weiterleitungsnummern ändern sich zu Festnetznummern im neuen Land
* CollectCall: registrierte Kontakte bekommen eine Festnetznummer in ihrem Land, mit der sie mich erreichen können (ich zahle die Verbindungskosten wie bei der Hinverbindung)

- keine

dialnow
Kosten/Minute: Festnetz 1-2cent, mobil 1-10cent
lokale Einwahlnummern: weltweit in diesen Ländern

+ sehr günstige Gebühren

- ziemlich umständliche Oberfläche

Wird nur aus Deutschland angerufen, dann bietet sich außerdem flat2flat.net an. Neben sehr guter Sprachqualität gibt es dort auch eine kostenlose deutsche Festnetznummer, auf der man dauerhaft kostenlos erreichbar bleibt.

Einige Dienste wurden nicht berücksichtigt (evtl. sinnvoll, wenn das aktuelle Land nirgends sonst unterstützt wird):
http://www.bluerate.de/ bietet eine Reihe Länder an, hat aber wenig Funktionen und ist recht teuer.
www.dcalling.de ein relativ bekannter deutscher Dienst, von Funktion und Kosten etwas schlechter als die vorgestellten.
mobivox.com ist deutlich teurer und bringt keinen erkennbaren Mehrwert.
Für sparruf.de gilt dasselbe, recht umständliche Oberfläche und deutlich teurer.
celinephone.com kann zwar preismäßig mithalten, hat aber eine ziemlich krude Oberfläche.
dialabroad.eu ist relativ teuer, Einwahlnummern nur aus einer handvoll Ländern.
www.callinghome.eu kann auch nicht mithalten, was Funktionen und Preise angeht, aber ist u.U. eine sinnvolle Alternative, wenn man kein Handy hat, von dem aus man anrufen kann (der Dienst wählt zwei Telefone an und verbindet dann beide Leitungen).

Eine gute Übersicht über alle möglichen Dienste: http://www.tarife-fuer-ferngespraeche.de/index.htm