Mai 23

Ich möchte nach einem Praxistest von Microsoft Office abraten: Es lädt langsam, es ist kompliziert zu bedienen und es bringt nur denjenigen etwas, die unbedingt kompatibel sein wollen zu Windows-Office. Ein paar wirklich gute Alternativen:

Für gutes Layout großartig
ist Apple Pages (30-Tage-Demo, 80€). Innerhalb von Minuten hat man ohne großen Schnickschnack genau das Layout, das man haben will. Grafiken zieht man einfach in den Text, definiert den Hintergrund mit einem Klick als transparant und lässt den Text elegant drumherumlaufen. Die Schriften sind klug eingeteilt in typographische Kategorien und egal, was man verschiebt, eine intelligente Ausrichtungsfunktion lässt die Elemente mittig zur Seite oder bündig zueinander einrasten. Eine ganze Reihe Vorlagen rundet das Konzept ab. Und da man Pages mit der iWork-Suite kauft, bekommt man die beste Präsentationssoftware, die es derzeit gibt und eine layouttechnisch ebenfalls Maßstäbe setzende Tabellenkalkulation mit dazu.

Für längere Texte empfiehlt sich Scrivener (30-Tage-Demo, 40$): Die Software ist darauf ausgelegt, komplexe und lange Texte zu bearbeiten und hat dazu eine Reihe ziemlich guter Ideen. Zum Beispiel lässt sich zu jedem Gliederungspunkt eine kurze Zusammenfassung schreiben. Diese wird dann in einer Pinnwand-Ansicht auf visualisierten Kartenkarten angezeigt, die man im Prozess hin- und herschieben kann. Die damit verbundenen Textstellen werden natürlich ebenfalls verschoben, so dass sich auf diese Weise eine sehr intuitive Gesamtstruktur herstellen lässt. Eine ältere Version von Scrivener gibt es hier als Freeware (danke randpop).

Kostenlos gibt es OpenOffice und das – speziell auf die Programmierumgebung des Mac ausgelegte – NeoOffice.

Für konzentriertes Arbeiten: Es gibt Anwendungsfelder, da ist das üppige Layoutkonzept von Mac-Software problematisch. Schreiben zum Beispiel. Wer sich auf den Text konzentrieren will, den stören eventuell die Fenster im Hintergrund, die kleinen Optionsfelder und bunten Icons. Writeroom ist ziemlich populär geworden damit, eine 1985-Schreibumgebung auf dem Mac nachzubilden: Schwarzer Hintergrund und grüne Schrift. Nichts sonst. Professoren und New York Times-Journalisten haben Referenzen dagelassen und tatsächlich: Der Praxistest bestätigt, dass man sich besser auf den Inhalt des Textes konzentrieren kann.
Überflüssig dagegen, die 25$ für das Programm zu zahlen. Längst gibt es gute freie Alternativen: pyroom (Mac-Software), JDarkRoom (plattformunabhängige Software, Testbericht), Writer (webbasiert, Testbericht) or DarkCopy (webbasiert, Testbericht)


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